Smart TV: Lernsoftware für Kinder mit Trisomie 21

In Inside LG, Smart TV

Moderne Technologien können nicht nur der Unterhaltung und Konnektivität dienen. Auch zum Lernen können technische Neuerungen sinnvoll eingesetzt werden, wie bereits mit dem Klassenraum 2013 gezeigt wurde. Nun möchte LG in diesem Bereich noch einen Schritt weitergehen und Programme gestalten, die Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf das Lernen erleichtern sollen. Gemeinsam mit der Asociación Síndrome de Down de la República Argentina  – kurz ASDRA – hat LG ein Projekt gestartet, um für den LG Smart TV Apps zu erstellen, die die Lernbedürfnisse von Menschen mit Trisomie 21 (auch bekannt als Down-Syndrom) berücksichtigen.

Der Computer bietet Kindern mit Down-Syndrom einen an die eigenen Fähigkeiten angepassten Zugang zum selbständigen Lernen und Spielen. Wie sich gezeigt hat, haben Kinder mit Down-Syndrom viel Freude mit dem Computer und können von geeigneten Programmen in ihrer Entwicklung profitieren. Bei Kindern mit Down-Syndrom werden beispielsweise häufiger räumlich-konstruktive Störungen erkannt. Programme, die diese Fähigkeit trainieren, gelten daher als gute Unterstützung im pädagogischen Bereich.

Mit der Kooperation zwischen der argentinischen Betroffenenorganisation ASDRA und LG soll die Rolle digitaler Formate im Lernprozess nun auch im sonderpädagogischen Bereich erneuert werden. LG will Apps in das Smart TV Angebot integrieren, die speziell für Kinder mit geistiger Behinderung konzipiert werden. Dadurch ist es möglich, Lernen und Unterhaltung bequem von zu Hause aus zu unterstützen. Damit wird die soziale Interaktion und die Vermittlung von Lerninhalten gefördert. Eine effektive Interaktion erleichtert die Förderung der kindlichen Fähigkeiten und das ist ein entscheidender Faktor in der Verbesserung der Leistung von Schülern. Spiele, die den Lernwillen stimulieren, weisen im digitalen Zeitalter keine Sonderstellung mehr auf. Doch speziell konzipierte sonderpädagische Anwendungen sind immer noch selten.

Die Aktion von ASDRA und LG die technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit zu nutzen, um die pädagogischen Bedürfnisse von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu erfüllen, hat daher das argentinischen Chamber of Software and Information Services (CESSI) begeistert. CESSI unterstützt das Projekt zur Entwicklung von Bildungsanwendungen für Menschen mit Behinderungen nun aktiv. Am 19. März werden Lehrer, Sonderpädagogen und Programmierer in Buenos Aires zusammenkommen, um sich bei der Erstellung von Lernanwendungen zu beraten.

Am 21. März ist übrigens der Welt-Down-Syndrom-Tag. Wer mehr zum Thema Down-Syndrom erfahren möchte, findet Informationen beim deutschen Down-Syndrom Infocenter.

Quellen: Dissertation von Anne Schröder (PDF), Cessi.org, Asdra.org, Foto: CC by Marco Raaphorst.

 

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