Dirk

Fazit nach dem Ende des politischen Streits: Solarenergie lohnt sich!

Von I

Die Reform der Solarförderung war in den letzten Monaten Ursache für viele Diskussionen im Bundestag, im Bundesrat und natürlich in der Öffentlichkeit. Nach langwierigen Verhandlungen wurde so manches nicht umgesetzt wie von der Regierung geplant, sondern auf Drängen der Länder in einem Kompromiss geändert. Gar nicht so einfach den Überblick zu behalten über das, was jetzt genau von Seiten des Staates über die Zukunft der Solarenergie beschlossen wurde. Hier ein erstes Fazit.

Solarförderung bleibt
Eines hat die Diskussion über die Zukunft der so genannten “Solarförderung” ganz klar gezeigt: der Staat wird den Ausbau der Stromerzeugung durch Solarmodule weiter fördern. Allerdings nicht bis in alle Ewigkeit: die aktuellen Kapazitäten (28.000 Megawatt) sollen noch etwa verdoppelt werden. Bei 52.000 Megawatt Leistung wird die gesamte Solarförderung dann erneut auf den Prüfstand gestellt. Das könnte schneller geschehen, als man ahnt, wurden doch in den beiden zurückliegenden Jahren jeweils 7.500 Megawatt dazugebaut.

Einspeisevergütung sinkt monatlich
Die Sätze für die Vergütung von eingespeistem Strom werden ab Mai 2012 monatlich um ein Prozent gegenüber dem jeweiligen Vormonat abgesenkt. Stärkere Absenkungen können anfallen, wenn die Menge des zugebauten, also die Gesamtleistung der neu in Betrieb genommenen Solaranlagen gewisse Grenzen überschreitet. Ab 3.500 Megawatt im Jahr fällt die monatlichen prozentuale Absenkung erheblich höher aus.

Kleine kriegen mehr als Große
Bei der Höhe der Vergütung werden jetzt vier Klassen eingeführt, mit nach Größe der Anlage gestaffelten Vergütungen pro eingespeister Kilowattstunde. So erhalten aktuell Betreiber einer Anlage, die weniger als 10 Kilowatt leistet, exakt 19,5 Cent für die Kilowattstunde, während man bei Anlagen von 10 bis 40 Kilowatt nur noch 18,5 Cent bekommt. Ganz große Freiflächenanlagen werden gar nicht mehr gefördert.

20 Jahre fix
Wichtig für den Verbraucher ist vor allem der Umstand, dass die Vergütungssätze ab dem Monat gelten, in dem die Anlage in Betrieb genommen wurde. Und dann 20 Jahre lang. Von zukünftigen Veränderungen ist man damit nicht abhängig. Da aber die garantierten Bedingungen sich laufend verändern, gilt hier wie selten: Wer zuerst kommt mahlt zuerst!

Eigenverbrauch erwünscht
Alle Anlagen, die größer sind als 10 Kilowatt, bekommen nur noch 90 Prozent des eingespeisten Stroms vergütet. Um die restlichen 10 Prozent muss man sich selbst kümmern. Diese Änderung tritt aber erst ab Januar 2014 in Kraft. Bis dahin können sich die Betreiber von Anlagen, die sei April 2012 ans Netz gegangen sind, überlegen, was sie mit dem Strom anfangen: selbst verbrauchen, direkt vermarkten, speichern oder an der Strombörse verkaufen. Das betrifft dann in Zukunft alle Solaranlagen. Wer in Zukunft eine Solaranlage besitzt, ist Betreiber, Verbraucher und Solarunternehmer.

Solarbranche ist gerüstet für den Markt
Klar ist: der Staat will weiter gute Bedingungen für die Solarenergie schaffen, diese Art der Energieerzeugung gleichzeitig mit Augenmaß an ein marktwirtschaftliches Umfeld heranführen. Das ist für die Solarbranche an sich kein Problem, wie mir mehrere Gesprächspartner auf der Intersolar letzten Monat bestätigt haben. Man fühlt sich gut gerüstet, es entsteht grade eine wettbewerbsfähige Industrie – Anpassungsschwierigkeiten einer jungen Branche inklusive. Die Entwicklung noch effizienterer Module geht rasant voran. Man hat keine Angst vor dem Markt, weil man der Technologie zu Recht zutraut, bald günstigen Strom für jedermann zu liefern.

LG Solar ist entschlossen und technologisch bestens gerüstet, zu dieser Entwicklung in den nächsten Jahren einen entscheidenden Beitrag zu leisten. Mehr Infos über die Solarmodule von LG.