Sascha

Erste 3D-Produktion des ZDF mit den ‘Huberbuam’ wird auf LG CINEMA 3D TV vorgeführt

Von I

Zweifelslos erlebt 3D derzeit einen beeindruckenden Boom. Aber nicht nur im Kino, sondern auch im eigenen Wohnzimmer ist das dreidimensionale Erlebnis inzwischen komfortabel möglich. Immer mehr Fernsehproduktionen werden für den internationalen Markt zusätzlich in 3D angeboten.

Update:

Der Film kann jetzt auf YouTube in 2D und 3D angesehen und auch als 3D-Version heruntergeladen werden.

In seiner ersten 3D-Eigenproduktion zeigt das ZDF die spektakuläre Bewältigung der Route „Karma“ in den Berchtesgadener Alpen durch die Stars der Extremklettererszene Thomas und Alexander Huber ― den Huberbuam. Der Dokumentarfilm wird im Rahmen einer Pressevorführung in Köln am 22. September 2011 auf LG CINEMA 3D TV vorgestellt. Bei dieser Veranstaltung dürfen sich die Teilnehmer auf Natur und Action, präsentiert als brillantes 3D-Erlebnis, freuen. Tiefe Schluchten, atemberaubende Höhen, Kletterer im Fels ― und das alles hautnah in drei Dimensionen!

Huberbuam

Thomas und Alexander Huber

Atemberaubende Natur und Abenteuer in 3D

„Wir freuen uns sehr über die Anfrage des ZDF, dieses tolle Projekt zu unterstützen“, so Michael Wilmes, Manager Public Relations bei der LG Electronics Deutschland GmbH. „Besonders bei 3D-Präsentationen vor größerem Publikum zeigt unsere CINEMA 3D-Technologie ihre zahlreichen Vorteile gegenüber herkömmlicher Shutter-Technik: Leichte, komfortable und günstige Brillen, großer Blickwinkel sowie ein garantiert flimmerfreies 3D-Erlebnis.“

LG LW980S CINEMA 3D TV

LG LW980S CINEMA 3D TV

Mehr über das gewagte Projekt kann man schon jetzt unter huberbuam.zdf.de erfahren.

So entstand durch die Produktion von 3D-Filmen beispielsweise gleich ein ganz neuer Berufszweig. Der des Stereographen. Dieser muss in Absprache mit dem Regisseur und dem Kameramann die 3D-Effekte vor und hinter der Scheinfensterebene nicht nur festlegen, er beobachtet zudem die ganze Zeit den 3D-Eindruck in Bezug auf Schärfe und Tiefenbudget. Zudem reguliert er den Augenabstand der Kameras und justiert ständig Blenden, Zoom, Rotation und Abstand der Kameras zueinander am Set nach. Für die Dokumentation der Huberbuam übernahmen diese Aufgabe die Stereographen Alaric Hamacher und Max Laufer.

Jens Morath berichtet aus Sicht der Redaktion. „Wir vom ZDF probieren etwas, was sich noch kein Sender der Welt getraut hat: einen Bergfilm mit extremen Aufnahmen in 3D. Innovativ, riskant, völliges Neuland.“

Kameramann Claus Köppinger erzählt, welche Probleme es im Vorfeld der dreidimensionalen Dreharbeiten gab. So war vier Wochen vor Drehbeginn noch gar kein 3D-Equipement gefunden, dass unter den extremen Drehbedingungen genutzt werden konnte. In München “konnte ich noch ein System besichtigen, das sich noch im Stadium eines Prototyps befand. Zwar lieferte einer der Kameraköpfe ein fehlerhaftes Bild, das des zweiten Kopfes war dafür umso besser.“, so Köppinger. Die Entwickler arbeiteten jedoch eng mit dem ZDF-Team zusammen und entwickelten die Geräte und Programme für den Einsatz in den Bergen kurzfristig weiter. Erst vier Tage vor Drehbeginn standen die Systeme von sinaCAM endlich und wurden als Prototypen eingesetzt.

Und die neuen Aufgaben in der Nachbearbeitung erklärt ZDF-Cutter Frank Flick. Gefilmt wird für 3D jeweils mit zwei Kameras. Die Aufzeichnungen erfolgen also doppelt. Für jedes Auge wird ein Datenstrom erzeugt, jeder Datenstrom wird gesondert gespeichert. Und das hat Auswirkungen auf die Postproduktion, denn man muss die beiden Datenströme der beiden Augen für jede Sequenz getrennt einlesen und im Schnittsystem in Deckung zueinander bringen. „Das Schnittsystem arbeitet nicht automatisiert, es kann gleichzeitig gedrehte Bilder nicht automatisch einander zuordnen. Das muss ich von Hand machen.“, so Frank Flick.

Watzmann - Berchtesgardener Alpen

Watzmann - Berchtesgardener Alpen

Die Entscheidung einen Dokumentarfilm in 3D zu produzieren hat sich wohl gelohnt. Redakteur Morath beschreibt das Erlebnis mit den Worten: „In den Bildern war ein Sog, den wir von 2D überhaupt nicht kannten. Wenn die Kamera über Thomas Huber schwebt (die Bergkameramänner Franz Hinterbrandner und Max Reichel machten einen Superjob!), ihn von vorne aufnimmt, wie er am Berg quasi aus dem Bildschirm in das “Wohnzimmer” klettert und dann auf einmal den Halt verliert und am Seil abstürzt, geht es einem durch Mark und Bein.“ Man ist dabei, man ist selbst am Berg, man klettert mit. Ein Feeling, das wir alle so noch nicht kannten. In 2D spannend, in 3D eine Wucht, die mitreißt.

Auch die Huberbuam selbst waren schwer beeindruckt, als sie sich am Berg sahen. So, sagen sie, sei die Bergwelt noch nie rübergekommen, so habe sie der Zuschauer noch nicht erfahren können. Das ist das große Plus für den Zuschauer, der Mehrwert, das, was er noch nicht kennt. Er ist körperlich dabei, anders lässt es sich nicht beschreiben.“

Für das breite Publikum werden „Die Huberbuam“ am 3. Oktober 2011 im ZDF um 17.15 Uhr in 2D und in 3D in der ZDFmediathek zu sehen sein.

Quellen: ZDF, LG Presse | Huberbuam Foto CC by airFreshing | Watzmann Foto CC by keichwa