Ricarda

Videoschnitt mit dem LG-Notebook P420

Von I

Nachdem ich euch vor einigen Tagen das P420 Notebook von LG vorgestellt habe, komme ich jetzt zu einigen Funktionen, die das Notebook mitbringt. Den Videoschnitt von HD-Material mit Programmen wie dem Windows Movie Maker beherrscht das Notebook ohne Einschränkung.

Wie es mit dem vorinstallierten Windows Movie Maker funktioniert, erkläre ich euch an einem Beispielvideo, welches ich geschnitten und nachher hochgeladen habe. Ich bin zwar kein Spielberg, aber ich denke, um zu erklären wie genau es funktioniert, reichen meine Kenntnisse aus.

Wir schneiden jetzt ein Video aus mehreren Einzelvideos zusammen

Öffnet also den Windows Movie Maker. Dieser befindet sich unter dem Windowsbutton -> Alle Programme und dann zwischen der Windows-Software.

Jetzt kann es einen kleinen Moment dauern, bis das Programm gestartet ist. Sucht in der Zeit eure Ausgangsdateien zusammen. Das Video-Rohmaterial, dass ihr gedreht habt. Dieses könnt ihr über einen der drei USB Anschlüsse auf den P420 spielen oder über den integrierten Kartenleser vorne links.

Ist das Programm gestartet und das Fenster mit den Videodateien daneben auf, dann markiert die Dateien und zieht sie per Drag&Drop in den Movie-Maker.

Die Dateien werden im rechten Fenster wie ein Filmstreifen hintereinander angezeigt.

Die Filmstreifenenden zeigen jeweils, wo ein Clip endet und ein neuer beginnt. Links haben wir unser Vorschaufenster. Es spielt genau das ab, was wir rechts anordnen. Ich habe im rechten Vorschaufenster noch drei Clips, mich aber hinterher entschiedenen nur zwei zu verwenden. Also nicht wundern.

Oben sehen wir “Autofilm-Designs”. Das ist ein Assistent, der Titel und Abspann in ein einheitliches Design hüllt. Spart nicht nur Zeit, sondern sieht auch wirklich gut aus. Ich habe mich für das zweite Design für meinen Beispielfilm entschieden.

Hier kann man also einen individuellen Titel vergeben, der mit einer Animation vor dem Video eingespielt wird. Um den Titel zu ändern klickt man rechts im Fenster unter unter dem Vorspann-Thumbnail auf die beige Fläche. Dann bekommt man eine Textwerkzeugleiste und kann den Titel anpassen.

Meine Clips habe ich auf halbe Geschwindigkeit gestellt, weil sie recht hektisch gefilmt waren. Je nach Kamera kann das Endergebnis aber ein wenig ruckelig wirken, weil nicht mehr genügend Bilder pro Sekunde vorhanden sind, um ein flüssiges bewegtes Bild zu bekommen. Meine Kamera lieferte 30 Bilder pro Sekunde als Ausgangswert.

20 Bilder pro Sekunde braucht das menschliche Auge um aneinandergereihte Bilder als Bewegtbild wahrzunehmen. Durch das Halbieren der Abspielzeit habe ich nun 15 Bilder pro Sekunde, was für unser Auge nicht mehr ausreicht. Es ist zwar nicht tragisch, da es in diesem Fall nur ein Beispielvideo ist, aber das werde ich in Zukunft bedenken müssen, wenn ich Clips mache. Je besser das Ausgangsmaterial ist, desto besser wird später das Video.

Zwischen den verschiedenen Clips kann man Übergangseffekte einstellen. Hier hat man die Auswahl zwischen schlichteren und auffälligen Effekten. In den Vorschaubildchen wird in Blau jeweils das alte Bild dargestellt und in weiß das Neue. Bewegt man den Mauszeiger über einen Effekt, dann zeigt das Vorschaufenster links automatisch den Effekt an. Gefällt er, klickt man auf den jeweiligen Effekt und er wird in das Video integriert.

Haben wir also Zwischentitel, Übergänge und Effekte eingefügt, wollen wir noch Musik unter den Clip legen. Hierbei sollte man darauf achten, nur Musik zu verwenden, deren Lizenz es erlaubt. Es gibt im Netz einige Seiten, die Musikclips anbieten, die man kostenfrei verwenden darf.

Die Musik lässt sich genauso wie die Clips schneiden. Zusätzlich kann man Anfang und Ende faden, damit die Übergänge nicht zu hart sind.

Sind wie mit dem Video zufrieden, können wir es speichern. Hier haben wir mehrere Auswahlmöglichkeiten, in welchem Format wir unser fertiges Video speichern möchten. Ich habe in diesem Fall “Für hochauflösende Anzeige” ausgewählt. Die geschätzte Dateigröße von 173,03 Megabyte passte nicht ganz. Das Video war 240 Megabyte groß. Man kann aus dem Windows Movie Maker auch direkt zu Youtube hochladen wenn man das möchte. Ich mache das aber lieber manuell. Das ist allerdings eine Frage des eigenen Geschmacks.

Man kann sein Projekt auch für spätere Bearbeitungen noch einmal speichern, wenn man das möchte. Das empfiehlt sich eigentlich immer, sollte man nachträglich einen Fehler entdecken oder noch etwas verändern wollen, geht das nur mit einem gespeicherten Projekt, aber nicht mehr mit einem fertigen Video.

Auf diesem Weg lassen sich mit den Boardmitteln von Windows 7 tolle Videos zusammenschneiden. Ob nun Geburtstage, Hochzeite, Taufen oder andere schöne Momente, die man festhalten möchte, mit dem Movie Maker gibt man den Videos den letzten Schliff.

Der Movie Maker ist ein kostenfreies Programm und wird von Microsoft regelmäßig weiterentwickelt. Die neuen Versionen enthalten dann normalerweise immer neue Effekte und Funktionen. Auf dem LG P420 ist es bereits vorinstalliert. Man muss es einfach nur starten und loslegen. Mit dieser kleinen Einleitung fällt es sicher auch etwas einfacher. Damit ihr das Beispielvideo nun auch seht, welches ich im Rahmen des Tutorials erstellt habe, hier ist es: