Ricarda

Googles neues Netzwerk Google+ startet voll durch

Von I

Google+ oder auch Google Plus unter http://plus.google.com ist das neue, vieldiskutierte Social Network, das Google ins Rennen um neue Nutzer gebracht hat. Unabhängig von der Frage, wie sinnvoll ein weiteres Netzwerk ist, möchte ich euch zumindest einige Grundfunktionen von Google+ zeigen.

Browserview:

So sehen die Profile unter Google+ aus. Man kann verschiedene Angaben machen und gleichzeitig festlegen, wer sie sehen darf. Gut gelöst ist, dass beim Editieren der einzelnen Angaben immer direkt dabei steht, wer sie sehen darf. Keine unübersichtlichen Datenschutzeinstellungsmenüs mehr bei denen man die jeweilige Sichtbarkeitseinstellung erst ewig suchen muss, bevor man sie überhaupt findet.

In den Profilen gibt es verschiedene Reiter für Posts, About, Photos, Videos, +1 und Buzz. Was angezeigt wird, kann man selbst bestimmen. Lediglich Posts und About sind Pflichtreiter, da sie die eigenen Statusnachrichten und das Profil anzeigen.

Was sind Circles?

Circles sind die Gruppeneinteilungen auf Google+. Man kann User in einen Circle sortieren und dann verschiedene Interaktionen ausführen. So lassen sich zum Beispiel Statusnachrichten nur an diese Circle schreiben, man kann Chats starten oder auch Videochats, sogenannte “Hangouts”. Mit den Circles bestimmt man selbst die Sichtbarkeit der eigenen Nachrichten.

Das Statusfeld kann mehr als nur Statusnachrichten senden!

Man kann also einerseits seine Circles als Empfänger eingeben, aber auch die Namen seiner Kontakte. Auch E-Mail-Adressen von Usern funktionieren, die nicht bei Google+ angemeldet sind. Diese bekommen die Statusnachricht dann per E-Mail zugestellt.

Google+ unterwegs und chatten via Huddle

Die Android App für Google+ war schon vor dem offiziellen Start der Beta im Market verfügbar. Zusammen mit der Google+ App wird Huddle installiert. Das ist ein Instant-Messenger für Google+ in dem man mit seinen Circles oder auch einzelnen Personen chatten kann.

Für mobile Geräte gibts es momentan zwei extra zugeschnittene Versionen. Einmal die eben erwähnte Android-App und dann eine mobile Browseransicht unter http://m.plus.google.com

Links seht ihr die Browseransicht und rechts die Androidapp. Beide finde ich sehr übersichtlich gehalten. Wie ihr sehen könnt gibt es bei der App rechts noch “Huddle”.

Huddle klingt komisch, was ist das?

Wie eben erwähnt, handelt es sich hierbei um den Instant-Messenger von Google+. Man hat alle seine Kontakte aus Google+ immer mit dabei und braucht niemandem seine Telefonnummer geben, um mit ihm unterwegs chatten zu können. Auch Gruppenchats sind möglich.

Sehr simpel und schlicht gehalten und trotzdem sehr fix. Das Einzige was noch ein bisschen hakt, sind die Benachrichtigungen über Push. Hier gibt es manchmal noch Verzögerungen, deren Ursache allerdings im frühen Beta-Status des Dienstes zu suchen sein sollte.

Hangout? Mit wem “hängt man da rum?”

Hangout ist eine Videokonferenz mit mehreren Teilnehmern. Alles über den Browser. Das ist für mich eines der Killerargumente für Google+. Sonst brauchte man nämlich Clients, die auf beiden Rechnern installiert sein mussten.  Hangout ist im Browser und kann direkt gestartet werden.

Beta, nur mit Einladung oder wie?

Prinzipiell ist Google+ geschlossen und nur mit Einladung erreichbar. Diese hat der User jedoch in unbeschränkter Anzahl. Nur wenn Google selbst die Server dicht macht, kommt niemand mehr durch. Das war gestern so um 16:30 Uhr der Fall. Heute morgen gingen die Einladungen dann wieder.

Man kann den Dienst also ausprobieren, wenn man möchte und wenn man jemanden kennt, der dort angemeldet ist und vor allem, wenn Google es erlaubt. Um jemanden einzuladen, muss man lediglich eine Statusnachricht verfassen und die E-Mailadresse desjenigen als Empfänger eintragen. Dieser bekommt die Statusnachricht per E-Mail und einen Button mit dem er Google+ beitreten kann.

Was ist eure Meinung zu Google+? Seid ihr schon angemeldet? Konntet ihr euch schon umsehen oder wartet ihr noch sehnlichst auf eine Einladung?