Twitter hat als Kommunikationskanal in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Viele Firmen, auch LG präsentieren sich in 140 Zeichen und veröffentlichen News oder beantworten die Fragen der Kunden auf dem firmeneigenen LG-Twitterkanal.
Wer Twitter für wenige Tweets benutzt, wird mit der Benutzeroberfläche der Twitter-Webseite gut zurecht kommen. Möchte man aber einen Überblick über seine Timeline, seine Erwähnungen und seine Direktnachrichten und vielleicht noch ein oder zwei Listen behalten, kommt man an einem eigenen Client, also einer Extra-Software, für Twitter nicht vorbei.
In Zeiten, in denen die Wahl eines Computers oder Notebooks immer auch eine Designfrage ist, sollte klar sein, dass Programme zusätzlich danach bewertet werden, wie gut sie aussehen. Funktionalität allein reicht hier nicht mehr, denn wer möchte hunderte von Euros für einen neuen Computer ausgeben und dann veraltete Programme verwenden, die den modernen Look wieder zerstören.
Während die meisten Twitterclients zwar funktionell sind, vereint MetroTwit ein modernes Design und lang erprobte Features. Aus dieser Kombination ist ein Programm entstanden, das sich perfekt in die Oberfläche von Windows 7 integriert, aber mehr kann, als nur schön auszusehen.
MetroTwit kommt mit zwei Designs: schwarz und weiß. Ich persönlich bevorzuge die schwarze Variante, weil ich es als angenehmer für die Augen empfinde.
Die verschiedenen Spalten lassen sich selbstverständlich manuell organisieren und sortieren. Man liest also nur das, was man auch lesen möchte. Genauso kann man selbst auswählen, bei welchen Aktionen man per Pop-Up in einer Bildschirmecke informiert wird. Man kann neben seiner eigenen Timeline, den Mentions und den Direktnachrichten aber auch noch mehr anzeigen lassen. Darunter unter anderem die Profile anderer User, die eigenen Tweets und Retweets, Public Tweets, Tweets die man gefavt hat, Suchphrasen und natürlich auch Listen.
Das Eingabefeld zeigt die verbleibenden Zeichen für den jeweiligen Tweet sehr modern in großen halbtransparenten Ziffern an.
Unter Windows 7 zeigt MetroTwit in der Taskleiste die Anzahl der ungelesenen Nachrichten an. Welche Nachrichten hierbei für den Counter berücksichtigt werden sollen, kann man selbst entscheiden und einstellen.
Um den Counter auf null zu stellen, klickt man einfach den obersten, aktuellsten Tweet an, dann verschwindet die Zahl im roten Kreis und lediglich das blaue Icon ist sichtbar.
Was uns demnächst noch erwartet:
Multiple Accounts wurden auf der Webseite von MetroTwit bereits angekündigt. Diese sollen in der kostenlosen Version auf zwei Stück beschränkt sein. Daraus lässt sich schließen, dass es eine kostenpflichtige Bezahlversion geben wird. Ich würde mir weiterhin wünschen eine Filterfunktion zu bekommen. Diese wurde jedoch nicht angekündigt.
Man darf nicht vergessen, dass es sich um MetroTwit um eine Beta-Version handelt. Diese funktioniert allerdings erstaunlich gut und ich hatte bislang noch keiner Bugs.
Ich kann MetroTwit für Windows-User bedenkenlos weiterempfehlen. Damit werden moderne Notebooks und Computer durch und durch zum praktischen Designobjekt.
Kleines Twitterlexikon:
Tweet: Kurznachricht mit maximal 140 Zeichen, die wahlweise öffentlich lesbar ist oder nur von einem bestimmten Personenkreis gelesen werden kann.
Timeline: Zeitlich sortierte Sammlung der abonnierten Kurznachrichten.
Erwähnung/Mention/Reply: Tweets, die an eine bestimmte Person gerichtet sind. Erkennbar an @Nickname.
faven: Wertschätzen eines Tweets durch die implementierte “Fave-Funktion”. Mit einem Klick auf das Sternchen neben dem Tweet zeigt man dem Verfasser, dass man seinen Tweet gut findet bzw ihm zustimmt.
Follower: Abonennten der Kurznachrichten.
Retweet: Das Teilen eines Tweets eines anderen Verfassers mit den eigenen Followern
Listen: Sortierung bestimmter Twitteruser (zum Beispiel thematisch). Jede Liste hat eine eigene Timeline. Man kann Leute in Listen einsortieren ohne ihnen folgen zu müssen.



Sieht gar nicht übel aus. Ich benutze momentan Tweetdeck, war mir am Anfang alles zu viel, bei mehreren Twitter-Accounts reicht so ein simpler Twitter-Client wie twhirl oder so aber nicht mehr. MetroTwit sieht auf den ersten Blick recht ähnlich aus, optisch allerdings etwas ansprechender. Da TweetDeck in letzter Zeit immer mal wieder DMs verschluckt, werde ich MetroTwit direkt mal austesten, vielleicht steige ich ja um
Ja an Tweetdeck hat es mich auf den ersten Blick auch erinnert, aber es ist nicht so schwerfällig. Jedenfalls sagt mir das mein Netbook, dass unter der Last von Tweetdeck gern mal seinen Dienst verweigert.
Mit MetroTwit war das kein Problem. Wenn die Multiaccountfunktion umgesetzt wird, sehe ich für mich keinen Grund mehr, wieso ich nicht komplett wechseln sollte.
Ich hatte mir MetroTwit gestern auch angesehen und es macht wirklich einen guten Eindruck. Mir fehlt da bisher aber noch die Einstellung der Schriftgröße. In der jetzigen Ausführung nimmt es einfach zuviel Platz für zuwenige Tweets ein :-/.
Die Integrierung zur Anzeige der Geolocation gefällt mir aber besonders gut, so etwas wünschte ich mir schon lange für DestroyTwitter.
Na mal schauen was aus MetroTwit noch wird.
Ja man darf auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um eine Beta handelt. Ich denke auf Wünsche der User wird hierbei eingegangen, wenn man sich an die Entwickler wendet.
Zwei Acounts bei der freien Version ist etwas wenig. Zwei berufliche und zwei private Acounts hat man schnell zusammen. Da wird der Preis natürlich interessant sein.
Mfg Jose aus Peru
Hallo Jose,
ich denke zwei Accounts finde ich im privaten Bereich schon okay. Wenn man ein Tool beruflich exzessiver nutzt, ist ein kleiner Beitrag an den Programmierer schon angemessen. Immerhin verdient man an seiner Arbeit. Dann darf er auch mitverdienen.
Vielen Dank für den Test.
Derzeit nutze ich Seesmic Web – mal schauen, ob es da einen neuen Konkurrenten gibt.