Ricarda

Twitterclient MetroTwit: Design und Funktion vereint

Von I

Twitter hat als Kommunikationskanal in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Viele Firmen, auch LG präsentieren sich in 140 Zeichen und veröffentlichen News oder beantworten die Fragen der Kunden auf dem firmeneigenen LG-Twitterkanal.

Wer Twitter für wenige Tweets benutzt, wird mit der Benutzeroberfläche der Twitter-Webseite gut zurecht kommen. Möchte man aber einen Überblick über seine Timeline, seine Erwähnungen und seine Direktnachrichten und vielleicht noch ein oder zwei Listen behalten, kommt man an einem eigenen Client, also einer Extra-Software, für Twitter nicht vorbei.

In Zeiten, in denen die Wahl eines Computers oder Notebooks immer auch eine Designfrage ist, sollte klar sein, dass Programme zusätzlich danach bewertet werden, wie gut sie aussehen.  Funktionalität allein reicht hier nicht mehr, denn wer möchte hunderte von Euros für einen neuen Computer ausgeben und dann veraltete Programme verwenden, die den modernen Look wieder zerstören.

Während die meisten Twitterclients  zwar funktionell sind, vereint MetroTwit ein modernes Design und lang erprobte Features. Aus dieser Kombination ist ein Programm entstanden, das sich perfekt in die Oberfläche von Windows 7 integriert, aber mehr kann, als nur schön auszusehen.

MetroTwit kommt mit zwei Designs: schwarz und weiß. Ich persönlich bevorzuge die schwarze Variante, weil ich es als angenehmer für die Augen empfinde.

Die verschiedenen Spalten lassen sich selbstverständlich manuell organisieren und sortieren. Man liest also nur das, was man auch lesen möchte. Genauso kann man selbst auswählen, bei welchen Aktionen man per Pop-Up in einer Bildschirmecke informiert wird. Man kann neben seiner eigenen Timeline, den Mentions und den Direktnachrichten aber auch noch mehr anzeigen lassen. Darunter unter anderem die Profile anderer User, die eigenen Tweets und Retweets, Public Tweets, Tweets die man gefavt hat, Suchphrasen und natürlich auch Listen.

Das Eingabefeld zeigt die verbleibenden Zeichen für den jeweiligen Tweet sehr modern in großen halbtransparenten Ziffern an.

Unter Windows 7 zeigt MetroTwit in der Taskleiste die Anzahl der ungelesenen Nachrichten an. Welche Nachrichten hierbei für den Counter berücksichtigt werden sollen, kann man selbst entscheiden und einstellen.

Um den Counter auf null zu stellen, klickt man einfach den obersten, aktuellsten Tweet an, dann verschwindet die Zahl im roten Kreis und lediglich das blaue Icon ist sichtbar.

Was uns demnächst noch erwartet:

Multiple Accounts wurden auf der Webseite von MetroTwit bereits angekündigt. Diese sollen in der kostenlosen Version auf zwei Stück beschränkt sein. Daraus lässt sich schließen, dass es eine kostenpflichtige Bezahlversion geben wird. Ich würde mir weiterhin wünschen eine Filterfunktion zu bekommen. Diese wurde jedoch nicht angekündigt.

Man darf nicht vergessen, dass es sich um MetroTwit um eine Beta-Version handelt. Diese funktioniert allerdings erstaunlich gut und ich hatte bislang noch keiner Bugs.

Ich kann MetroTwit für Windows-User bedenkenlos weiterempfehlen. Damit werden moderne Notebooks und Computer durch und durch zum praktischen Designobjekt.

Kleines Twitterlexikon:

Tweet: Kurznachricht mit maximal 140 Zeichen, die wahlweise öffentlich lesbar ist oder nur von einem bestimmten Personenkreis gelesen werden kann.

Timeline: Zeitlich sortierte Sammlung der abonnierten Kurznachrichten.

Erwähnung/Mention/Reply: Tweets, die an eine bestimmte Person gerichtet sind. Erkennbar an @Nickname.

faven: Wertschätzen eines Tweets durch die implementierte “Fave-Funktion”. Mit einem Klick auf das Sternchen neben dem Tweet zeigt man dem Verfasser, dass man seinen Tweet gut findet bzw ihm zustimmt.

Follower: Abonennten der Kurznachrichten.

Retweet: Das Teilen eines Tweets eines anderen Verfassers mit den eigenen Followern

Listen: Sortierung bestimmter Twitteruser (zum Beispiel thematisch). Jede Liste hat eine eigene Timeline. Man kann Leute in Listen einsortieren ohne ihnen folgen zu müssen.