Im Mittelalter war es normal, dass sich Frauen an einem zentralen Platz im Dorf trafen, um dort ihre Wäsche zu waschen. Dieser Ort entwickelte sich daher ganz von selbst zu einer Art Kommunikationszentrale. Der Tratsch der sprichwörtlichen Waschweiber war gefürchtet. Heute leben wir nicht mehr im Mittelalter und waschen unsere Wäsche nicht mehr gemeinsam, sondern jeder für sich zu Hause.
Für eine Promotionaktion während mehrerer internationaler Rugby-Turnier in Südafrika hat LG nun allerdings das Wäschewaschen zurück in die Öffentlichkeit geholt. Der in Südafrika äußerst beliebte Sport ist ein Garant für dreckige Wäsche. Dies machte sich die Agentur Y&R aus Johannesburg zunutze und installierte eine clevere Außenwerbung im Stadion für LG.
Über dem Tor, durch das die Spieler das Spielfeld verlassen und betreten, wurde eine riesige LG-Waschmaschine aufgeklebt. Der Clou an der Sache: die Spieler gehen schmutzig in die Kabinen (also quasi in die Waschmaschine) und verlassen diese dann wieder in sauberer Spielkleidung, da sie in den Pausen die Trikots wechseln.
“Schmutzig rein, sauber raus: Wie oft hat Werbung die Chance, eine Botschaft so präzise unter die Leute zu bringen? Den Rest erledigte die Mundpropaganda via Web. Nach Angaben der Agentur erzeugte die Aktion ein enormes Medienecho.”
Quelle: W&V
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