Stefan

re:publica XI: drei Tage Berlin, Blogger und Veranstaltungen

Von I

Wie ihr bereits via Facebook und auch auf dem Blog mitbekommen habt, war ich zusammen mit Carsten, Sascha, Philipp und Dirk auf der re:publica XI in Berlin unterwegs. Mittlerweile bin ich wieder Zuhause angekommen und gebe euch einen kleinen Einblick darüber, was ich auf der re:publica 2011 gesehen und erlebt habe.

Mittwoch der 13. April, Ort: Friedrichstadtpalast in Berlin

Alles begann am Morgen mit der Eröffnung um 10 Uhr im Friedrichstadtpalast in Berlin. In der Eröffnungsrede der re:publica XI wurden die Veranstalter und Sponsoren vorgestellt und direkt im Anschluss fand auch bereits der erste Beitrag zum Thema “Design Thinking” statt.

Danach habe ich an einigen weiteren Vorlesungen teil genommen, die mehr oder weniger interessant waren. Darunter auch das Thema “iPad, eine Gated Community”, das sich mit dem Schwerpunkt auf den Printmedien und wie diese ihre Inhalte auf Tablet-PCs übertragen möchten.

Danach kam grob umschrieben das Thema “Blogs in Deutschland” dran. Die Studie handelte über die Blogs in Europa und über die Probleme, die bei Bloggern meist in den Köpfen vorherrschen. Die Studie wurde allerdings nur bei politisch-orientierten Bloggern aus einem Kreis von 20 Personen durchgeführt und erntete deswegen nicht viel Zuspruch, da sich die Blogger-Gemeinschaft aus zahlreichen Themengebieten mit jeweils anderen Erfahrungswerten zusammensetzt, welche von der Studie nicht gestützt worden sind.

Gegen 19 Uhr ging es dann zum letzten Beitrag an diesem Abend, an dem ich teilgenommen habe. Dieser wurde von Sascha Lobo geführt und nannte sich “Jüngste Erkenntnisse der Trollforschung”. Nach einem recht amüsanten Beitrag, ging es dann auch zurück ins Hotel und vorzeitig schlafen, mit vielen Gedanken und Eindrücken zu den einzelnen Themen.

Donnerstag der 14. April, Ort: Kalkscheune in Berlin

Am 14. April begann die re:publica XI wieder um 10 Uhr morgens. Den Anfang meines Tages machte der Vortrag “Social Media Measurement”. In diesem Vortrag wurden unter anderem die Tracking-Methoden angesprochen, welche zum Beispiel im Bereich der Kampagnen von Werbeanbietern genutzt werden und wie man die Leser und Interessenten der Kampagnen besser messen und kategorisieren kann. Nach rund einer Stunde mit vielen Informationen und Antworten zu diesem Thema, ging es dann zurück zum Friedrichstadtpalast, wo gegen 12 Uhr “OpenLeaks” auf dem Plan stand.

Anders als erwartet, wurden allerdings keine geheimen Einblicke hinter OpenLeaks vermittelt, wie zum Beispiel neue Verschwörungen, sondern das Thema drehte sich um den Aufbau der neuen OpenLeaks-Plattform und wie diese gehandhabt werden soll. Nach OpenLeaks folgte direkt die nächste Vorlesung, in der es um den bekannten Dienst “FLATTR” ging. Der Erfinder Peter Sunde stellte dabei das “FLATTR”-Prinzip noch einmal vor und  erklärte, was sich in einem Jahr alles getan hat.

Um 16 Uhr kam dann mein persönliches Highlight des Tages, nämlich der Beitrag “BLOGGER_INNEN im Gespräch”. In diesem Beitrag wurden prominente Blogger zu verschiedenen Themen interviewt, worunter zum Beispiel der Autor René Walter von Nerdcore und Julia Probst hinzu gehört haben. René Walter erzählte von den Problemen, die er im vergangenen Jahr mit dem Hoster seines Blogs hatte und wie es zu einem kleinen Aufstand im Web kam, während Julia Probst ihren Blog vorstellte und außerdem eine besondere Fähigkeit, nämlich das Lippenlesen, womit Sie bereits für einigen Wirbel in der Fußballwelt gesorgt hatte.

Freitag der 15. April, Ort: Friedrichstadtpalast

Man mag es kaum glauben, aber der dritte Tag der re:publica XI ging wieder um 10 Uhr los, wie jeden Tag halt. Heute stand ursprünglich die Session “Youtube als Zukunft des Bloggings” von Sascha Pallenberg auf dem Programm. Aufgrund der Massen an Zuschauern, wurde allerdings ein Stopp beim Einlass veranlasst, da es mehr Zuhörer als Platz im sowieso kleinen Raum der Kalkscheune gab. Ich habe mich danach in die WLAN-Lounge zurück gezogen und mich mit einigen Leuten den Vormittag über unterhalten, sowie Fragen im Forum beantwortet. Am frühen Nachmittag ging es dann auch zurück in die Heimat nach Köln.

Fazit der re:publica XI in Berlin

Eine Fachmesse in solch einem Rahmen hat natürlich immer seine Sonnen- und Schattenseiten. Mir hat besonders die breite Auswahl an Themen gefallen, wozu man aber auch im gleichen Satz sagen muss, das die Inhalte sehr abhängig davon waren, wie gut sich die Redner auf den jeweiligen Beitrag vorbereitet hatten.

Viele Beiträge waren recht interessant und amüsant, während einige auch nur der Selbstvermarktung einer Person oder Firma dienten. Bei einigen Vorträgen wurde auch die Beschreibung nicht dem Thema gerecht, da man über ganz andere Sachen sprach, als der Titel vermuten ließ.

Auch in diesem Jahr waren wieder einige logistische Knackpunkte vorhanden, die viele Nerven gekostet haben. Schlechter oder gar kein WLAN-Empfang in manchen Sälen und teilweise total überlastete Netze sorgten dafür, das die Internet-Messe zur Offline-Messe wurde.

Nichts desto trotz kann ich aber sagen, das auf der re:publica XI wieder viele bekannte und neu-bekannte Gesichter unterwegs waren. Fachgespräche ergaben sich wie von selbst und neben den Themen Social-Media, Vermarktung und Co, hat man sich natürlich auch mit dem bloggen von Beiträgen beschäftigt.

Wer noch mehr Eindrücke von der re:publica XI haben möchte, sollte sich unbedingt den Beitrag von Sascha anschauen.