Zeiten ändern sich. Während sich noch vor einigen Jahren ein Großteil der Verbraucher Sorgen über die Sicherheit des Online-Banking am PC gemacht haben, hat sich dieses inzwischen in vielen deutschen Haushalten etabliert. Die Zahlen sprechen Bände: im Jahr 2010 nutzten laut einer Bitkom-Studie 26 Millionen Haushalte hierzulande Online-Banking. Der nächste Schritt in dieser Entwicklung ist das Mobile Payment, also das Bezahlen mit mobilen Geräten. Doch noch sind die Verbraucher zurückhaltend: aus Angst vor Sicherheitslücken.
Genau zu diesem Thema habe ich eine interessante und vor allem aktuelle Studie von Mobio entdeckt. Diese wurde zwar in den USA durchgeführt, ist aber, denke ich, auf die Situation in Deutschland übertragbar. Bereits im Jahr 2000 gab es erste Ansätze zum mobilen Bezahlen, sei es nun mit Mobiltelefonen oder anderen tragbaren Geräten. Trotz rosiger Vorhersagen von Analysten ist der Markt für Mobile Payment bis heute jedoch kaum gewachsen. Aber warum?
Die erste Statistik macht deutlich, dass die Verbraucher durchaus daran interessiert sind, einfach und unkompliziert, auch unterwegs, zu bezahlen. Grundvoraussetzung hierfür ist allerdings, dass die dabei benutzten Verfahren keine Risiken bergen. Die Angst vor Sicherheitslücken und dem damit verbundenen möglichen Missbrauch sind enorm. Dies zeigen auch die Antworten auf die Frage nach den wichtigsten Faktoren beim Mobile Payment.
Während nur 8.5 Prozent beziehungsweise 12.4 Prozent der Befragten Wert auf Geschwindigkeit und Einfachheit legen, steht für 73 Prozent die Sicherheit im Vordergrund. Moderne Technologien, wie etwa NFC (Near Field Communication), eröffnen zwar neue Perspektiven für mobile Bezahlsysteme, aber die Schwierigkeit, den Nutzer von der Sicherheit der jeweiligen Technologie zu überzeugen, bleibt. Immerhin gehören Bankdaten zu den sensibelsten Daten überhaupt.
Keine Frage, gerade die technikaffine, jüngere Generationen würden schon jetzt ihr Smartphone gerne als Kreditkarte einsetzen – auch ich selbst. Die Vorstellung, beim Aussteigen aus dem Taxi einfach kurz das Mobiltelefon an ein Lesegerät zu halten und damit die Rechnung zu begleichen, ist einfach zu verlockend.
Wer die komplette Studie einsehen möchte, findet hier die entsprechende PDF.
Was meint ihr zum Thema Mobile Payment?



Es gibt keine sinnvollen Gründe gegen “Mobile Payment”, welche nicht überall sonst auch gelten würden.
Beispiel Bankeinzug oder Kreditkarte: Heutzutage braucht man nur die normale (öffentliche) Kontonummer oder Kreditkartennummer zu kennen, um Beträge abzubuchen ohne jede Überprüfung. Ist alltäglich und nur tragfähig durch die Möglichkeit der Rückbuchung bei unberechtigten Abbuchungen. Ich persönlich empfinde das als Wahnwitzig, aber so läuft halt das System.
Was haben wir sonst? Überweisung: Mache ich einen Zahlendreher bin ich dran, macht ein Fremder eine Überweisung von meinem Konto bin ich dran. -> Immer besser Abbuchen lassen als selber zu überweisen!
Solange “Mobile Payment” _nicht_ als absolut sicher gilt, benutze ich es. Denn nur dann habe ich die Chance mein Geld im Schadensfall von der Bank zurück zu bekommen.
[...] Weiterhin geht die Studie davon aus, dass in den kommenden drei Jahren sich mobile Zahlungssysteme via NFC in den westlichen Ländern stark verbreiten werden. Es gibt allerdings noch einige Hürden, da die technische Umsetzung in manchen Bereichen recht komplex ist. Dazu kommt noch die Angst der Verbraucher vor Sicherheitslücken. [...]