Jörg

Offline-Navigation mit Navigon für Android – ein Erfahrungsbericht

Von I

Bei der Vorbereitung auf meinen Urlaub in der Türkei hatte ich eine Offline-Navigation für mein LG E720 OPTIMUS CHIC Android-Smartphone gesucht und war auf meinem eigenen Gerät fündig geworden. Der Provider hat Navigon Select vorinstalliert und für zwei Jahre freigeschaltet. Das gilt übrigens nicht nur für meinen Provider, ihr könntet also auch auf eurem Gerät damit fündig werden. Ich möchte kurz meine Erfahrungen damit aufschreiben.

Die App prüft beim ersten Start, ob eine Mobilfunkverbindung über den richtigen Provider besteht. Wenn das der Fall ist, erfolgt der initiale Download der Karten. Der kann für die Standardländer D/A/CH auch über WLAN erfolgen. Ein Shop-Bereich bietet Zugriff auf Erweiterungen. Die werden übers Smartphone gekauft und mittels Telefonrechnung bezahlt.

Für Android habe ich zu meiner Enttäuschung keine Karte für die Türkei gefunden – die scheint es mit EUROPA 44 im Moment nur für “echte” Navigon-Geräte zu geben. Aber auch mit dem Download einiger Erweiterungen hatte ich so meine Probleme. Dazu muss man den PC oder MAC bemühen, um die Anwendung Navigon fresh zu installieren und mit dieser die Verwaltung der Applikation zu erledigen. Damit werden die erworbenen Karten dann auf die SD-Karte gezogen (Ca. 2,5 GB für Europa 40 + einige kostenlose Tools).

Doch genug der Technik – einige Erfahrungen. Die Routenführung ist verständlich und nach einiger Gewöhnung kaum missverständlich. Ein Standort kann als GPS-Information unter einem passenden Namen abgespeichert und dann über Favoriten genutzt werden. So bekam ich beispielsweise bei der zweiten Anfahrt zu einer Baumschule einen deutlich kürzeren Weg vorgeschlagen als bei der “Etwa-Zielangabe” zuvor.

Der im Vergleich zu “echten” Navis” mit acht Zentimetern Bildschirmdiagonale relativ kleine Bildschirm spielt in der Praxis kaum eine Rolle: Entweder bin ich allein und nur nach Ansage gefahren oder ich habe als Beifahrer gemütlich den Bildschirm verfolgt. Mit Anzeige sollte allerdings ein Strom-Adapter benutzt werden, da für Display, Satellitenverbindung und Berechnung doch eine Menge an Leistung benötigt wird. Wer dann wie ich nebenbei noch twittert und Mails checkt, der kann ohne Nachladen nur kürzere Strecken absolvieren.

Mein Fazit: Die App ist uneingeschränkt praxistauglich und vor allem dann ein von großem Nutzen, wenn einmal kein Datenroaming möglich ist. Ich habs getestet: Keine Fehlermeldung bei fehlendem Zugriff auf das mobile Datennetz.