Ich bin auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Heute mein letzter Tag. Hier mein neuer Bericht.
09:56 Wieder auf der Messe. Gestern Abend noch gut gegessen in einem dieser typischen neuen Designrestaurants, für die Barcelona bekannt ist. Das können die hier wirklich gut. Sicher, so alleine essen ist jetzt nicht unbedingt der Bringer, aber was solls, man hat ja Twitter dabei und dann gehts
Eben beim Eingang zur Messe haben sie die neueste Ausgabe der Kongresszeitung verteilt. Thema ist heute die Auseinandersetzung zwischen den Telefongesellschaften wie Vodafone und Telefonica auf der einen Seite sowie Anbietern von mobilen Inhalten wie zum Beispiel Google auf der anderen. Es geht dabei um die Frage: wer bezahlt eigentlich den weiteren Ausbau der mobilen Infrastruktur? Denn Fakt ist: das starke Wachstum bei der Verbreitung von internetfähigen Smartphones hat natürlich ein Ansteigen der Datenmengen zur Folge, die von den Telefonleuten verbreitet werden müssen.
Ist ja logisch: wenn die Leute die Geräte besitzen, werden sie die benutzen. Fotos, Videos, Websites – all diese Inhalte verursachen riesige Datenmengen, die durch die Netzknoten und Antennenmasten gejagt werden müssen. Die Telefonistas fordern, dass die Anbieter von Inhalten, wie zum Beispiel YouTube (gehört ja zu Google), sich an den Kosten des Netzausbaus beteiligen sollen. Nur wer zahlt, dessen Inhalte sollen bevorzugt ausgeliefert werden. Alle anderen müssen warten, bis Kapazitäten frei sind. Gut, es wird nicht so sein, dass man nichts mehr auf den Schirm bekommt, aber wenn das Video ewig lahm lädt, dann werden die Nutzer irgendwann die Lust verlieren und dorthin gehen, wo es reinrauscht. Solche Forderungen lehnte Google-Chef Eric Schmidt bei seiner Rede hier auf der Messe gestern nicht rundweg ab. Er betonte aber allerdings, dass ohne Inhalte die ganze Infrastruktur nichts ist. Klingt ein bisschen wie die berühmte Frage nach Henne und Ei. Ende offen.
Schmidt hat zudem etwas aus dem Nähkästchen geplaudert gestern. Mal ein paar Zahlen was aktuell so abgeht bei Google? Gerne.
- jeden Tag werden aktuell 300.000 neue Android-Handys freigeschaltet.
- es gibt inzwischen 150.000 Apps für Android.
- pro MINUTE werden bei YouTube im Moment 35 STUNDEN Videomaterial hochgeladen. Ähm, wie, was? Andersrum gerechnet: jeden TAG stellen die Nutzer so viel Videomaterial rein, dass man zweieinhalb JAHRE braucht, um das anzusehen, nonstop.
Man sieht, Google ist auf dem mobilen Markt sehr präsent. Android ist nicht nur auf Smartphones DAS Betriebssystem der Zukunft mit einem hohen Marktanteil. Schon jetzt läuft jedes dritte Gerät dieser Klasse damit. Mit der Version 3.0 “honeycomb” bietet Android zudem eine ausgereifte Benutzeroberfläche für die Tablets, wie das LG OPTIMUS Pad. Das wird nicht das Ende sein.
10:53 Übrigens: gestern wurden ein paar Preise vergeben bei den Global Mobile Awards. Interessant dabei und als App-Tipp für euch: als beste plattformübergreifende App des Jahres wurde Angry Birds ausgezeichnet. Hihi, die ist wirklich gut: Vögel mit einer Schleuder abschießen, damit sie blöde grunzende Monsterschweine zerschmettern. Ganz witzig gemacht.
Und als beste Android-App wurde ausgezeichnet: Google Maps. Noch Fragen?
11:08 Brauche. Mal. Einen. Kaffee.

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