Stefan

Bloggeflüster: künftige Touchscreen-Displays setzen auf Nanotechnologie

Von I

In meinem heutigen Bloggeflüster möchte ich wieder auf eine Neuheit eingehen, die uns in Zukunft erwarten könnte. Wie die Überschrift schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um die Touchscreen-Displays von morgen, die aktuell mit dem sehr teuren und seltenen Metall Indium entwickelt werden. Dies soll sich aber in der Zukunft ändern, denn findige Forscher arbeiten gerade an einer neuen Art von Touchscreen-Displays, die aus Kohlenstoff bestehen sollen.

Den Forschern am Fraunhofer-Institut ist es nun gelungen, ein neues Elektrodenmaterial zu entwickeln, das die gleichen Merkmale mit sich bringt und außerdem noch um ein vielfaches preiswerter sein soll. Der Hauptbestandteil des neuen Elektrodenmaterials besteht aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen und den preiswerten Polymeren, die in Zukunft die Touchscreen-Displays mit Indium-Zinn-Oxid ersetzen könnten.

Die neue Oberfläche ist als Folie entwickelt worden und besteht aus zwei Schichten: einer Trägereinheit aus günstigem Plastikflaschenkunststoff und aus der zweiten Schicht, den Kohlenstoff-Nanoröhrchen mit Polymeren.

Bereits in der Vergangenheit fanden viele Versuche statt, die neue Verbindung besonders haltbar zu machen, das diese auch gegen Druck, UV-Licht, Feuchtigkeit und anderen Einwirkungen von Außen resistent war. Mit der Nanotechnologie, konnte dieser Durchbruch nun umgesetzt werden.

Ab wann wir mit den ersten Prototypen und Werksversionen dieser neuen Touchscreen-Displays rechnen können, steht allerdings noch nicht fest.

Hintergründe zu Indium:

Indium ist ein seltenes, silberweißes und weiches Schwermetall,welches in einigen wenigen Ländern abgebaut wird. Indium zählt zu den Metallen, die in den kommenden Jahren erschöpft sein werden. Die aktuellen Flachbildschirme und Touchscreen-Displays nutzen diesen seltenen Rohstoff, der als Indium-Zinn-Oxid seine Verwendung findet.

Quelle: Handelsblatt / Wikipedia