Bei den am Ort meiner Reha herrschenden Internetbedingungen fange ich langsam an, unter Entzug zu leiden. Aber ich habe mir selbst von den ungünstigsten Bedingungen nicht nehmen lassen, meine Befindlichkeit in die Welt hinauszutwittern. Letzlich hatte die schlechte Verbindung auch einen positiven Effekt, ich habe mir die integrierten Twitterclienten des Android Smartphone GT540 OPTIMUS und des mobile Alleskönners LG GT350 TOWN mit der ausziehbaren QWERTZ-Tastatur angesehen und nach Alternativen gesucht.
Beginnen wir mit den integrierten Clienten. Twitternutzer mit nur einem Account sollten nach meiner Erfahrung mit beiden Geräten ihre helle Freude haben. Das Anlegen des Accounts ist sowohl auf dem GT540 OPTIMUS als auch auf dem GT350 mit wenigen Handgriffen erledigt. Dank der ausziehbaren Tastatur und der übersichtlichen Darstellung im Querformat macht das Twittern mit dem GT350 TOWN einfach Spaß. Die Bedienung des Clienten und das Umschalten in die verschiedenen Kategorien (Gesendete, DMs, Mentions usw.) ist intuitiv schnell erlernt. Obwohl prinzipiell kaum ein Bedienungsunterschied zwischen der virtuellen Tastatur des GT540 und der ausziehbaren QWERTZ-Tastatur des GT350 besteht, ging mir das Twittern mit der Tastatur des GT350 spürbar leichter von der Hand.
Das Problem mit einem zweiten Account ließe sich auf beiden Geräten mit dem integrierten Browser lösen, wenn die mobile Version von Twitter angewählt wird. Diesen Zugang empfehle ich übrigens auch bei schlechter Internetanbindung zur Verwendung auf einem Netbook. Zwischenfazit: Für den “normalen” Nutzer von Twitter und Facebook, den Einsteiger in die Welt des Web 2.0, ist das GT350 TOWN eine wirkliche Empfehlung.
Für ein Android Smartphone wie das GT540 Optimus oder andere Android-Geräte aus der Optimus-Reihe ist mit dem oben beschriebenen noch nicht Schluss. Als erstes kann ich für alle, die Twitter oder Facebook mit dem Browser bevorzugen, den Browser Opera Mini empfehlen. Das ist selbst unter den Bedingungen einer katastrophalen mobilen Internetanbindung ein sehr schlanker und schneller Browser, der nicht nur in diesem Bereich seine Stärken ausspielt. Der Zugriff auf Twitter ist auch im Hochformat übersichtlich und die Bedienung selbsterklärend.
Bleibt die Frage zu beantworten, ob es denn keine App für das Twittern gibt. Gibt es und man sollte diese App unbedingt downloaden, bevor man sich in ein Internetarmes Gebiet begibt. Bei meinem ersten Heimurlaub habe ich mich sofort in mein Heimnetz eingeloggt, um die App TweetDeck zu laden. Das ist ein spezieller mobiler Browser für das Verrfolgen der Ereignisse auf Twitter, Facebook, Foursquare und Buzz. Diese App macht es einfach, mehrere Accounts zum Beispiel auf Twitter zu beobachten und zu pflegen – vorausgesetzt, man ist in der Lage, sich an die Zugangsdaten zu erinnern. Die Accounts bzw. gewünschte Timelines lassen sich bequem in Spalten darstellen, zwischen denen einfach hin und her geschaltet werden kann.
Mein Fazit: Android und TweetDeck machen das Twittern auch bei schlechten Bedingungen zum Erlebnis. Besonders zu schätzen wusste ich unter den erschwerten Bedingungen, dass TweetDeck auf misslungene Uploads aufmerksam macht. Bevor also ein fröhliches “Guten morgen” in die Mittags-Timeline platzt, bietet TweetDeck den fehlgeschlagenen Tweet noch einmal zur Überarbeitung an. Diese Funktion habe ich zu meinem Leidwesen häufiger gebraucht. Mein Favorit fürs Web2.0 ist also TweetDeck – habt ihr andere Favoriten?
[...] eine Umsetzung erfahren werden. Jörg gab zahlreiche Tipps und Tricks bekannt, wie man mit dem LG GT540 OPTIMUS und dem LG GT350 TOWN einfach twittern [...]