Jörg

Wie entstehen 3D-Animationsfilme und Computerspiele?

Von I

Habt Ihr euch auch schon gefragt, wie eigentlich 3D-Animationsfilme und Computerspiele hergestellt werden? Schließlich gibt es dort ja keine die reale Welt, auf die man einfach eine Kamera richten kann.

In meinem Kopf spukt beim Thema “Herstellung von Trickfilmen” immer noch die Vorstellung von einer unendlichen Anzahl einzeln gemalter Bilder, die nacheinander aufgenommen werden. Ich hielt gerade Animationen nicht für eine Umsetzung zum 3D-Film geeignet. Aber die erste auf dem deutschen Markt verfügbare 3D-BluRay-Disc war mit “Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (3D Version)” ein 3D-Animationsfilm. Wir hatten diesen Titel gemeinsam mit einem Gerät aus der 3D LED LCD TVs der Serie LG LX9500) und dem 3D-fähigen LG Blu-ray Player BX580 im Test.

Die Erklärung für die Erstellung von 3D-Animationsfilme ist einfach: solche Filme werden von Anfang an mit einer 3D-Objektmodellierungssoftware erstellt. Charaktere und Hintergründe werden als dreidimensionale Modelle generiert. Der erste Film dieser Art in den Kinos war nach meiner Erinnerung seinerzeit “Toy Story” von Disney Pixar – damals noch auf 2D-Standardbilder zurückgesetzt.

Ein großer Vorteil dieser 3D-Animationen ist, dass sie auf einfache Weise in 3D-Qualität übersetzt werden können. Um eine 3D-Version des Films zu erhalten, wird er in zwei separate Abschnitte konvertiert – je einer für jedes Auge mit dem richtigen Blickabstand von 6,2 Zentimetern. Auf der 3D-BluRay-Disc sind dann de facto zwei vollständige Videostreams vorhanden, so dass bei passenden Geräten entweder die Bilder für beide Augen (3D) oder nur für ein Auge (2D) wiedergegeben werden. Moderne Computerspiele werden in einer ähnlichen Art und Weise gerendert, allerdings erst während des Spiels.