Sascha

Handykonzepte mit Projektortechnik

Von I

Die Idee eines im Mobiltelefon integrierten Projektors ist nicht neu. Bereits heute verfügen manche Geräte, wie das LG eXpo, über einen Pico-Projektor.

Ein Mini-Projektor eröffnet neue Möglichkeiten in der Umsetzung von Handyvisionen. Vor allem die Bildprojektion hat LG zur Einreichung eines Patentantrages geführt. Denn ein Projektor kann theoretisch nicht nur ein dreidimensionales Bild erstellen, sondern in zusammenarbeit miz einer Kamera und einem Controller (beispielsweise durch die Abtastung der Fingeranstände) auch die Bearbeitung des Projektionsbildes ermöglichen.

Wird das Patent „Mobile terminal with image projection“ in der Realität umgesetzt, wird es möglich, dass die derzeit schon immer kleiner werdenden Smartphons auch zukünftig weiter ihre Ausmaße verringern können. Denn ein projiziertes Bild gibt noch mehr Bedienoberfläche trotz kleiner Hardware. Wie das Ganze aussehen könnte, zeigt das Konzept “LG Burst”, auf welches ich später noch mal eingehen werde:

LG Burst Concept

LG Burst Concept

Ehe ich mit LG Konzepten fortfahre, möchte ich kurz auf das ‘Seabird” eingehen. Diese Zukunftsvision der Mozilla Labs sorgte kürzlich für Aufsehen und darf natürlich nicht fehlen, wenn man über Smartphones mit eingebautem Projektor redet.

Mozilla Labs Seabird

Mozilla Labs Seabird

Wie wird das Mobiltelefon in der Zukunft aussehen? Dieser Frage hat sich nun auch Mozialla Labs gewidmet. Ihr Luxushandy namens Seabird verzichtet komplett auf physische Tasten und ermöglicht das Laden des Akkus ohne Kabel.

Das Konzept sieht die Zukunft in einem möglichst kleinen Gerät mit großer Wirkung. Das Seabird ist daher mit vielen anwenderfreundlichen Features versehen. Durch seine spezielle Formgebung liegt das Handy besonders gut in der Hand. Im oberen Bereich ist es extra etwas dicker, um eine ergonomische Telefonhaltung zu erreichen.Zudem bietet dieses Handykonzept auch noch einen abnehmbaren Blutooth-Dongle, der in der Rückseite eingelassen ist.

Es besitzt ein Volldisplay mit Touchfunktion, weshalb der Verzicht auf eine Tastatur leicht fällt. Für die Arbeit zu Hause und unterwegs ist das Seabird optimal ausgerüstet. Mittels Projektoren wird die multimediale Nutzung wesentlich komfortabler gestaltet. Liegt das Seabird in der Dockingstation, so erhält man eine Bildschirmprojektion direkt auf der Wand. Eine projizierte Tastatur erlaubt die Anwendung des 10-Finger-Systems.
Unterwegs wird das Seabird einfach auf eine glatte Oberfläche gelegt. Über dem Mobiltelefon erscheint ein berührungsempfindlicher Bildschirm. Rechts und links werden zwei Teiltastaturen abgebildet.

Der abnehmbare Blutooth-Dongle dient als Headset, weshalb das Seabird unterwegs für Telefonate nicht aus der Tasche geholt werden muss. Gleichzeitig kann dieser als Fernbedienung zum Einsatz kommen. Zoomen, Bilder verschieben, Markierungen setzen. Mit dem Seabird gehen Präsentationen zukünftig flüssig von der Hand. Rein in den Besprechungsraum,  Handy auf den Tisch und  die mit dem Dongle geführte Vorstellung  kann souverän durchgeführt werden.

Wer über einen 3D-Monitor, wie beispielsweise den LG W2363D verfügt, kann sich dieses Video auf YouTube auch in 3D ansehen.

Auch für LG wurden bereits Mobiltelefone mit Projektionstechnologie konzipiert.  Einige dieser Handykonzepte möchte ich euch daher noch vorstellen.

Bei dem Wettbewerb „Design the Next LG Phone“ im Jahr 2008 gewann ein wirkliches „Handteil“. Am Arm getragen projiziert der in Stiftform gehaltene Projektor die übermittelten Bilder direkt auf den Handrücken. So weiß der Nutzer direkt, wer ihn gerade anruft und kann bequem auch eine Videokonferenz führen. Die Idee eines Mobiltelefons mit integriertem Projektor ist besonders für den Businessbereich wegweisend. Denn das Handy wird so zum mobilen Büro, ohne mehrere Geräte mit sich herumtragen zu müssen. Das Projektorhandy ist eines der ersten Konzepte dieser Art aus dem Jahr 2008.

Design the next LG Phone

Design the next LG Phone - Projektor-Handykonzept

LG Burst

Das LG Burst ist ein Handykonzept von Daniel German, das sich auf den Businesssektor konzentriert. Kernfunktionen des LG Burst sind der integrierte Projektor sowie viele weitere wichtige Features eines Smartphones. Auf glatte Flächen können mittels des seitlich eingebauten Projektors Bilder präsentiert werden, um das Touchscreendisplay zu erweitern.

LG Burst Concept

LG Burst Concept

Touchscreen-Smartphones sind mittlerweile eine feste Größe auf dem Handymarkt und stellen daher keine besondere Neuerung dar. Besonders innovativ wird das LG Burst erst durch seine zusätzlichen virtuell erzeugten Bedienelemente.

Das LG Burst projiziert interaktive Touchbereiche, über welche das Menü, Applikationen und alles weitere Notwendige bedient werden kann. Neben der virtuellen Eingabe reagiert dieses Konzepthandy zudem auf Geräusche und Bewegungen des Anwenders.

Um die Idee eines perfekten Businessgerätes zu vervollständigen, sind mit dem LG Burst auch natürlich auch Videokonferenzen durch die Frontkamera möglich.

Aber auch für Gehörlose oder akustisch beeinträchtigte Menschen wäre die Nutzung durch die visuellen Projektionen denkbar.

LG Glider

Der Industrie- und Produktdesigner Sothearit Kim wollte ein Handy entwickeln, mit welchem die moderne Businessfrau Familie und Beruf mittels eines handlichen Mobiltelefons problemlos managen kann. Nach den ersten gezeichneten Entwürfen für wichtige Gadgets war dem Designer klar, dass das LG Glider viele Funktionen benötigt.

Neben einem großen OLED-Display und einer 10-Megapixel-Kamera verfügt das LG Glider über eine physikalische QWERTZ- Tastatur, große Lautsprecher und einen integrierten Projektor. Um die Lebensdauer des Akkus zu schonen beziehungsweise zu verlängern, verfügt das LG Glider über Solarzellen.

Für Präsentationen wird das LG Glider einfach ausgezogen und schon liegt der Projektor perfekt auf dem Tisch. Dank Sprachsteuerung  und Spracherkennung sind Texte und Termine schnell unterwegs problemlos diktiert.

Wenn euch diese Zukunftsvisionen gefallen haben, schaut euch auch die anderen Artikel der Serie „Zukunftsblicke“ an.

Quellen: Unwired View, Golem, M4gic, Tuvie.