Als ich zum ersten Mal mit dem Thema mobiles Internet in Berührung gekommen bin, war dessen Nutzung eigentlich kaum bezahlbar. Der Begriff Flatrate war in diesem noch kleinen Marktsegment unbekannt und man bezahlte in der Regel pro verbrauchten 100 KB oder pro Minute. In der Zwischenzeit ist dies ja bekanntermaßen alles anders geworden und eigentlich bestimmten fast nur noch mobile Datenflatrates die Tarifübersichten der Provider.
Dies könnte sich allerdings bald ändern, zumindest wenn man einer aktuellen Studie von Freshfield Buckhaus Deringer und Economist Intelligence Unit glaubt. Der Grund dafür ist einleuchtend: der mobile Datenverkehr wächst von Tag zu Tag exponentiell an und hat seinen Höhepunkt noch lange Zeit nicht erreicht. In ein paar Jahren soll der Download von Apps gar dem normalen Telefongespräch den Rang abgelaufen haben. Die Folge: Datenflatrates werden für Provider immer unprofitabler.
Obwohl ich kein Analyst bin, wage ich diese Vorhersage zu bezweifeln. Egal ob Telefon oder Internet, alles hat sich von der Abrechnung pro Minute hin zur Flatrate bewegt – warum sollte es gerade beim mobilen Internet anders sein? Zu beachten ist ferner, dass mit der steigenden Nachfrage nach dem mobilen Internet sich auch neue Technologien und Übertragungsstandards etablieren und so die Bandbreite wächst. Ohnehin ist inzwischen fast jede Bahn und jedes Café mit W-LAN ausgestattet und die Leute nutzen dort überhaupt kein mobiles Internet mehr.
Deshalb denke ich, dass die Nachfrage nach dem mobilen Internet proportional zur möglichen Gesamtbandbreite wächst und so die Provider immer noch genug Geld an Flatrates verdienen – die ohnehin allesamt spätestens bei 5 GB gedrosselt sind. Was meint ihr?
Quelle: inside-handy.de

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