Mein Haushalt ist seit Kurzem um ein neues High-Tech-Gerät reicher. Diesmal handelt es sich aber nicht um einen Monitor, ein Handy oder ähnliches, sondern um ein Haushaltsgerät. Genauer gesagt den Lichtwellenofen LG SolarCUBE Essence.
Seit dem Umzug in eine Altbauwohnung habe ich einen Gasherd, der im Gegensatz zum vorherigen Herd mit Cerankochfeld durch seine kürzeren Kochzeiten und eine genauere Hitzedosierung eine echte Verbesserung beim Kochen ist. Jedoch ist auch der Backofen gasbetrieben und bereitet dadurch jedes Mal Schwierigkeiten. Die Gerichte im Backofen erhalten nur von unten direkte Hitze. So hab ich die Wahl zwischen Gerichten, die unten verkohlt oder oben noch roh sind. Ständige Beobachtung sind bei diesem Herd also Pflicht.
Da kam mir der SolarCUBE für einen Test gerade recht. Gasbackofen und Mikrowelle habe ich erst einmal eine Auszeit gegönnt.
Bevor ich euch die üblichen Bilder vom Auspacken zeige, will ich kurz auf die Hauptmerkmale des MP9289JS eingehen. Das Gerät ist so eine Art eierlegende Wollmilchsau, denn es vereint folgende Funktionen in sich:
- Lichtwellenofen
- Grill
- Heißluft
- Mikrowelle
Bis auf die Lichtwellen-Technik eigentlich nichts besonders, möchte man meinen. Immerhin hatte meine Oma einen solchen Kombi-Ofen schon vor zehn Jahren in ihrer Küche. Der Clou ist allerdings, dass der SolarCUBE all die Gar-Techniken miteinander kombinieren kann, um perfekte Ergebnisse zu erzielen. Mit der Option “Speed Combi” können alle vier Garverfahren nach eigenem Bedarf kombiniert werden. Man stellt beispielsweise ein, dass man Pellkartoffeln garen möchte, legt das Gewicht fest und kann sich dann entspannt zurücklehnen. Aber dazu später mehr.
Hier nun die Bilder vom Auspacken:
Jetzt wird gekocht!
Soweit so schick. Der SolarCUBE wird mit einem Backblech und einem passenden Rost geliefert. Der leicht zu reinigenden Garraum hat ein Volumen von 32 Litern. Der Rost und das Backblech können beide in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden. Ich habe in den letzten Tagen die Erfahrung gemacht, dass diese Kapazität ausreichend ist, um Mahlzeiten für zwei bis drei Personen zuzubereiten.
Nach dem Auspacken habe ich als erstes eine Programmautomatik ausprobiert: Pellkartoffeln. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass ich dem Ergebnis skeptisch entgegengesehen habe. Denn weder in der Mikrowelle noch in unserem Gas-Backofen sind mir bisher Pellkartoffeln in schmackhafter Form gelungen.
Also habe ich 300 Gramm Kartoffeln auf den Rost gelegt und Programmautomatik acht aktiviert.
Nach ca. 15 Minuten ertönte ein Geräusch aus der Küche und ich konnte das Ergebnis bestaunen. Die Pelle der Kartoffel war knackig kross und konnte so ohne viel Mühe von der Kartoffel gelöst werden. Allerdings habe ich sie bei meinen Kartoffeln dran gelassen, weil die knackige Pelle echt lecker ist!
Das Innere der Kartoffel war komplett gar und saftig frisch. Der typische Mikrowellengeschmack war nicht vorhanden. Ich bin mir sicher, dass man keinen Unterschied, zu herkömmlich gekochten Kartoffeln schmecken kann. Hier nun das Ergebnis:
Neben Kartoffeln kann man auch Nudeln und Reis im SolarCUBE “kochen”.
Zugegebenermaßen gibt es bei der Zubereitung keine Zeitersparnis. Dafür hat man aber nicht den Stress, auf das kochende Wasser aufzupassen und darauf zu achten, dass nichts überkocht oder beispielsweise beim Reis anbrennt. In der Programmautomatik schaltet sich das Gerät einfach ab, wenn das Gericht fertig ist.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man es bei der Zubereitung von Nudeln, Kartoffeln und Reis nicht mit kochend heißem Wasser zu tun bekommt. Das ist beispielsweise für berufstätige Eltern praktisch, deren Kinder nach der Schule eine warme Mahlzeit essen sollen. Wer will schon, dass die Kinder ohne Aufsicht mit kochend heißem Wasser hantieren?
So viel zu den Beilagen. Den nächsten Test musste der SolarCUBE bestehen, als ich ein Gericht aus dem beligenden Heft “Sommerliche Rezepte” ausprobiert habe: Gegrilltes Hähnchen mit Thymian.
Die Zubereitung ist denkbar einfach. Man bestreicht ein rohes Huhn mit dem vorher gewürzten (Salz, Pfeffer, Thymian) Olivenöl. In einer geeigneten Form auf unterster Schiene wird das Hähnchen dann im Ofen-Kombinationsbetrieb 30 Minuten bei 230 Grad und 450 Watt gegart. Die Grad- und die Wattzahl können mittels des rechten Drehrades ganz einfach eingestellt werden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Außen knusprige Haut, innen zartes Fleisch, dass saftig von den Knochen fiel.
In meinem Fall gab es dazu noch Pommes Frittes, die ich zeitgleich in meinem oben erwähnten Gasbackofen zubereitet habe (daher auch die etwas stärkere Bräunung).
Das nächste Rezept aus dem LG-Kochbuch wurde nach diesem Erfolgserlebnis gleich am nächsten Tag ausprobiert. Dieses Mal gab es ein italienisches Gericht – überbackene Cannelloni. Im Gegensatz zum Thymian-Hähnchen war für die Zubereitung etwas Vorarbeit nötig. Die Füllung für die Cannelloni musste in der Pfanne und die Bechamelsoße im Topf zubereitet werden.
Für die Füllung wurden eine Zwiebel und etwas Knoblauch goldgelb angebraten. Dann 500 Gramm Hackfleisch hinzugegeben und mit einer Dose pürierten Tomaten und italienischen Gewürzen zu einer Bolognesesauce verarbeitet.
In einem Topf sollten 30 Gramm Butter geschmolzen werden und mit der gleichen Menge Mehl eine Mehlschwitze zubereitet werden. Nach dem Aufkochen sollte dann die Bechamelsoße durch die Hinzugabe der Milch entstehen. Da ein harter Tag hinter mir lag, habe ich auf diesen Schritt jedoch verzichtet und fertige Bechamelsauße gekauft. Anschließend wurden die Cannelloni mit der Bolognese-Sauce gefüllt, mit Bechamelsoße übergossen und mit einer ordentlichen Portion Käse abgerundet.
Auf Stufe zwei im entsprechend gekennzeichneten SolarCUBE kam nun wieder der Ofen-Kombinationsbetrieb zum Einsatz. 210 Grad bei 300 Watt und schon hieß es in Ruhe aufräumen und auf die Programmautomatik vertrauen. Das Ergebnis waren köstliche auf den Punkt gegarte Cannelloni mit einem Hauch von Biss unter einer goldbraunen Käseschicht.
Der nächste Test bestand aus verschiedenen Backwaren, die schnell zubereitet werden können. Der kurz aufzubackende Bagel zum Frühstück oder das Kräuterbutterbaguette als Steakbeilage. Dank des SolarCUBEs konnte ich seit langem wieder Backwaren genießen, die nicht als Briketts den Ofen verließen. Beide Versuche zeigten dank der Kombinationstechnik ein perfektes Ergebnis. Innen weich und außen knusprig, die Butter perfekt geschmolzen.
Hat der SolarCUBE meine Anforderungen und Erwartungen erfüllt?
1. Kochen sollte ohne großen Zeitaufwand vonstatten gehen
Der SolarCUBE bereitet viele Gerichte schneller zu, als mein Gasofen. Zudem werden die Mahlzeiten zubereitet, ohne dass man dem Gerät viel Aufmerksamkeit schenken muss. Da sowohl die klassischen als auch die Kombi-Funktionen immer mit einer vorgegebenen Zeit gestartet werden, brennt nichts an.
2. Auch mit der “Mikrowelle” sollte auf eine gesunde Ernährung nicht verzichtet werden müssen.
Die Gerichte werden perfekt gegart. Nicht ein einziges Mal war das zubereitete Gericht nicht auf den Punkt perfekt. Der Geschmack blieb vollends erhalten. Sogar Kartoffeln und Reis konnten mit dem Lichtwellenofen geschmackvoll zubereitet werden. Durch das tiefere Eindringen der Lichtwellen in die Speisen, bleiben Aromen und Nährstoffe besser erhalten.
3.Der Energieverbrauch sollte möglichst gering sein
Durch die Senkung der Garzeiten wird automatisch Energie eingespart. Bis zu 50 Prozent können durch den Einsatz eines SolarCUBE beim Kochen eingespart werden.
4. Das Gerät sollte sich in der modernen Küche gut integrieren lassen oder durch sein Design einen frischen Akzent setzen.
In meiner Küche sind alle Geräte und Schränke weiß. Da integriert sich der weiße SolarCUBE Essence ganz problemlos und setzt durch die limettengrüne Griffmulde trotzdem einen frischen Akzent.
Der LG SolarCUBE Essence MP9289JS ist für einen unverbindlichen Preis von cirka 479 Euro im Handel erhältlich.
Wer Edelstahl bevorzugt, der kann sich alternativ den SolarCUBE MP9289NL zulegen. Dieses Modell hat in schwarz abgesetzte Bedienelemente und erhielt für sein Design einen red dot award. Mit Hilfe des Einbaurahmen MK3260SH lässt sich die SolarCUBE MP9289NL perfekt in die Küche integrieren.





















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