Im Spiegel habe ich kürzlich einen interessanten Artikel mit dem Titel “Leben im Stand-By-Modus” gelesen, hier zum Einstieg ein kurzes Zitat: “Es ist eine übereilte Zeit, allen wird alles zu viel, vor allem das ständige Blinken und Bimmeln der Handys und Smartphones. Doch jeder muss ständig präsent und für den Job verfügbar sein.”
Als ich diesen Satz gelesen habe, konnte ich nur nickend zustimmen. Seit inzwischen über drei Jahren verfüge ich nun über eine mobile Datenflatrate und seither gab es kaum eine Stunde, in der mich keine E-Mail erreicht hat – und wenn keine E-Mail dann eben eine Nachricht bei Twitter oder Facebook. Es stellt sich nach einer gewissen Zeit in der Tat das Gefühl ein, dass man etwas verpassen könnte, wenn man das Handy mal ein paar Stunden ausschaltet.
In den letzten Wochen gab es auch in der Presse vermehrt Berichte darüber, dass inzwischen zwei Drittel aller Berufstätigen auch privat für ihren Chef, Kunden oder Kollegen erreichbar sind. Einige Firmen gehen sogar schon dazu über, eine Art “Verbot” für das Bearbeiten geschäftlicher E-Mails am Wochenende zu verhängen. In meinen Augen gar keine so schlechte Idee, denn wenn die Grenzen zwischen Privatleben und Beruf nicht mehr existieren, dann werden die Menschen immer unausgeglichener und gestresster.
Wie steht ihr zu dem Thema?

Ich kenns von der Arbeit. Da müssen paradoxerweise die Rechner und Blackberries grade dann reibungslos funktionieren, wenn grad ein Urlaub ansteht.
Und grade weil ich dieses Phänomen fast täglich sehe, gibt es durchaus Zeiten, wo ich ganz bewusst das Handy nicht mitnehme oder ausschalte, eben um mal nicht erreichbar zu sein.
Aber die Zeiten werden grad weniger, muss mir mal wieder ne Auszeit gönnen fällt mir grad so ein.