
In meiner Serie über die 3D-Brillen hatte ich den Standpunkt kommuniziert, dass 3D-Fernsehen sowohl in der aktiven als auch in der passiven Form auf absehbare Zeit nur mit Brille möglich ist. Dabei ist die Technik für autostereoskopische Displays schon seit etwa 2001 serienreif. Es wundert also nicht, wenn immer wieder Meldungen über 3D-Displays auftauchen, die keine Brille benötigen. Wo also liegt das Problem bei der Autostereoskopie?
Ein autostereoskopisches Display projiziert zwei Bilder gleichzeitig, wobei mittels Parallaxe (Sehwinkel) jedes Auge ein anderes Bild erreicht. Oft wird dabei das Licht einzelner Pixel durch schräg gestellte Streifenmasken in verschiedene Richtungen vor dem Bildschirm abgelenkt. Fazit: Die Augen des Benutzers müssen sich an einer optimalen Position befinden (Sweet Spot), damit die Tiefenwirkung korrekt entsteht. Daraus ergibt sich auch, dass de facto für jede weitere Betrachterposition ebenfalls zwei Bilder übertragen werden müssen. Wenn man 100Hz für jeden Zuschauer rechnen würde, dann kann ein moderner 400Hz-Fernseher gerade für maximal 4 Personen autostereoskopische Bilder liefern, die dann für jedes Auge nur noch im Wechsel von 50Hz Bilder liefen würden … Deshalb wird es noch einige Zeit dauern, bis auf bei 3D auf die Brille verzichtet werden kann.
was für ein quatsch
natürlich können autostereoskopische bildschirme von mehreren nutzern gleichzeitig genutzt werden, auch ohne “500Hz”, das geht alles per software
Blödsinn! Wieviele Bilder gleichzeitig projiziert werden hängt davon ab wieviele Perspektiven man haben möchte. Je mehr Perspektiven desto mehr Bewegungsfreiheit um den “Sweet Spot”. Da die Bilder aber tatsächlich gleichzeitig angeboten werden müssen, hat das nix mit der Herzzahl zu tun. Die Bilder teilen sich eine Projektionsfläche, also wird die Auflösung durch die Anzahl der angebotenen Perspektiven geteilt, was eben zur Zeit noch der große Nachteil ist…
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