LG Electronics ist derzeit der drittgrößte Hersteller von Mobiltelefonen weltweit. Allein vom LG Cookie wurden bislang 12 Millionen Exemplare verkauft, was nicht zuletzt auf den vergleichsweise geringen Kaufpreis zurückzuführen ist. Dieser lag bereits bei der Einführung des LG Cookie gegen Ende des Jahres 2008 rund 30 Prozent unter dem Preis vergleichbarer Modelle.
An dieser Stelle möchte ich euch nun einen kurzen Einblick darin geben, welche Vorgänge hinter den Kulissen es möglich machen, dass LG Electronics seine Hardware zu vergleichsweise günstigen Preisen anbieten kann und warum LG inzwischen auf Platz 7 der innovativsten Firmen der Welt gelandet ist.
Noch vor einiger Zeit konnten die Leiter der unterschiedlichen Sparten von LG Electronics (Mobilfunk, Home-Entertainment, Haushaltswaren, etc.) eigenständig Verträge mit Zulieferfirmen aushandeln. Im Klartext bedeutete dies, dass beispielsweise die Abteilung für Mobilfunk in Seoul nicht wusste, wie viel die Abteilung für Bildschirme in Mexiko für einen Chip von ein und demselben Hersteller bezahlt.
Inzwischen gibt es eine zentrale Planungsabteilung bei LG Electronics, die sich “Procurement Engineering” nennt. Über diese läuft jede Bestellung von allen Abteilungen bei LG. Auf diese Art und Weise gelang es dem LG Chief Executive Nam Yong rund zwei Milliarden Dollar bei den jährlichen Ausgaben einzusparen. Hiervon profitiert natürlich vorrangig der Kunde, an den die Einsparungen in Form reduzierter Produktpreise weitergegeben werden.
In diesem Sinne: Life’s Good!
Quelle: businessweek.com
[...] 26. April erschien ein Bericht über LG in der Businessweek. Diese Zeitung wählte LG auf Platz 7 der innovativsten Unternehmen und erklärte den Erfolg durch die Einrichtung der zentralen Planungsabteilung bei LG [...]