Jörg

Polarisierte Gläser: 3D für Menschenmassen

Von I


Ich setze die Artikelserie zum Thema „Aktive oder polarisierte 3D-Brille“ heute mit Informationen zur passiven 3D-Technik mit polarisierten Gläsern fort. Wenn ihr wie ich kürzlich im Kino wart, um Avatar, Alice im Wunderland oder irgendeinen anderen Film in 3D zu sehen, dann kennt ihr diese Technologie mit den polarisierten Gläsern bereits. Sicher erinnert ihr euch daran, dass die Bilder nach dem Start der 3D-Effekte auf der Kinoleinwand so lange unscharf waren, bis ihr die Brille aufgesetzt hattet. Das ist so, weil bei polarisierten 3D Filmen aktuell zwei Bilder projiziert werden: eines für das rechte und eines für das linke Auge. Nun lässt der Filter auf jedem Glas jeweils nur eines der beiden Bilder passieren und blockiert das entgegengesetzt polarisierte Licht, so dass jedes Auge ein anderes Bild sieht und die 3D-Illusion entsteht.

Weil polarisierte Gläser relativ billig sind und sogar mit dünnen Folien realisiert werden können, eignet sich dieser 3D-Typ vor allem für 3D-Übertragungen mit großem Publikum wie eben in Kinos oder für Sportübertragungen in Gaststätten. Und da 3D TV-Geräte für passives 3D mit polarisierenden Gläsern aber deutlich mehr als ihre Alternativen kosten, werden sie gegenwärtig ebenfalls eher von großen Anbietern als im Heimbereich benutzt. Außerdem ist die Technik mit polarisierenden Gläsern wegen der Kosten und der nötigen Lichtintensität besser für LCD TV-Geräte als für Plasma-Fernsehgeräte geeignet. Und einen Nachteil hat die Technik: Weil die Polarisation erfordert, dass jedes Auge nur die Hälfte der Pixel auf dem Bildschirm sieht, wird die Auflösung praktisch halbiert und es könnten gelegentlich ultradünne Linien sichtbar werden. Das könnte bei einigen Zuschauern Unwohlsein bereiten.

Weitere Artikel der Serie:
Die 3D Generation hat die Wahl
Stereoskopie – je ein Bild für jedes Auge
3D-Geräte von LG:
LED LCD TV LG LX9500 (aktives 3D)
Blu-ray Player LG BX580 (Wiedergabe von 3D BR ROMs)

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