Der japanische Displayhersteller Nissha, welcher unter anderem LG und Nintendo mit seinen Produkten beliefert, hat eine neue Generation von berührungsempfindlichen Displays entwickelt. Zu den bisher bekannten Multitouch- Gesten gesellt sich nun die Fähigkeit, zwischen sanftem und festem Druck zu unterscheiden.
Besonders interessant ist dies für Spiele, welche sich auf Smartphones immer größerer Beliebtheit erfreuen. So könnte beispielsweise ein sanfter Druck auf das Display zu einer langsameren Beschleunigung führen als ein kräftiger Druck. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit könnten, je nach Druck, verschiedene Scrollgeschwindigkeiten in Anwendungen sein.
Ermöglicht werden die druckempfindlichen Displays durch den quantenmechanischen Tunneleffekt.
Elektronen können durch diesen Effekt zwischen zwei leitenden Materialien hin- und herwandern, auch wenn diese durch eine isolierende Schicht getrennt sind. Nissha verwendet als Isolator ein mit Nanopartikeln aus Metall durchsetztes Polymer. Wird dieses Polymer zusammengedrückt, kommen sich die Partikel näher Das ermöglicht ab einem bestimmten Punkt den Elektronen diese Schicht zu tunneln. So verändert jede Verbiegung des Displays den elektrischen Widerstand.
Quelle: Technology Review Ausgabe 03.2010 | Bildquelle: Flickr
Ein Kommentar
Da bin ich ja mal gespannt, ob sich die Druckempfindlichkeit durchsetzen wird.
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