Ende 2009 veröffentlichte heise online eine Nachricht, die in der internationalen Wirtschaftswelt für Aufruhr sorgte. Nachdem man in den letzten Jahren oftmals von chinesischer Produktpiraterie und dem Verzicht auf Produktionsverlagerung nach China gelesen hat, ist nun eine Änderung im wirtschaftspolitischen Verhalten zu erkennen.
Südkorea stand bisher solchen Expansionsbestrebungen seiner Unternehmen auf Grund des befürchteten Ausverkaufs einheimischer Technologien in der Regel kritisch gegenüber. Das südkoreanische Unternehmen LG Display will sich trotz solcher Risiken dennoch verstärkt auf dem wachsenden chinesischen Markt positionieren. Die Nachfrage nach Flachbildfernsehern steigt in China unter anderem wegen staatlicher Förderprogramme stetig. Mittels eines Joint Venture mit dem chinesischen Hersteller TPV Technology plant LG, seinen Marktanteil durch die Produktion von TV-Geräten in China zu auszubauen.
Die Panels dafür sollen direkt in China gefertigt werden. LG plant dafür eine neue Panelfabrik der Generation 8 in Zusammenarbeit mit der Stadt Guangzhou. Dem Bauvorhaben musste wegen des dafür benötigten Technologietransfers nach China auch die südkoreanische Regierung zustimmen, die das Vorhaben zum Jahresende 2009 genehmigte.
Bildquelle: Philip Jägenstedt
