Ein vernünftiges Mobiltelefon, das gesprochene Sprache automatisch in Text umwandelt – und umgekehrt! Nutzern mit Hörschädigung wäre ein solches Gerät eine große Hilfe. Eine Studentin in New York hat mit Visual Sound jetzt ein Konzept vorgestellt, das dieser Vorstellung schon sehr nahe kommt.
Für viele ist das Handy gar nicht mehr wegzudenken. Ich als Selbständiger kann auf ein Mobiltelefon beispielsweise nicht verzichten. Meine Firma ist Ein-Mann-Betrieb und ich muss daher auch unterwegs ständig erreichbar sein, etwa um Termine abzusprechen oder um Kunden in Notfällen vorab telefonisch zur Verfügung zu stehen.
Natürlich ist man dank dem Handy auch für Freunde und Familie besser erreichbar und es fällt leichter das Soziale Netzwerk am Leben zu erhalten.
All dies nehmen wir heute als selbstverständlich hin, aber was ist, wenn man eine Hörschädigung hat oder gar taub ist? Sicherlich stehen einem SMS (160 Zeichen) und MMS (1.000 Zeichen) zur Verfügung um sich zu verständigen. Trotzdem ist die Kommunikationsmöglichkeit stark begrenzt. Meine Mutter zum Beispiel versteht das ganze SMS-Konzept nicht, also kann ich ihr auch keine SMS schicken. Firmen und Behören kann man nicht wirklich per Kurznachricht erreichen. Bei Multimedianachrichten besteht wiederum eine technische Hürde, nicht jeder hat ein MMS-fähiges Handy.
Dann wäre noch der Kostenfaktor. Ein fünfminütiges Gespräch kostet ungefähr 1,50 Euro (je nach Tarif). Wenn ich mir überlege, das alles in Kurznachricht (circa 20 Cent) oder Multimedianachricht (circa 40 Cent) verpacken zu müssen, braucht es sicherlich dreißig bis vierzig SMS bzw. zehn MMS. Das kostet auf Dauer Geld und hemmt natürlich auch die Kommunikation.
Genau dieser Problematik hat sich daher Suhyun Kim, eine Studentin am New Yorker Pratt Institute, gestellt und das Konzept für das “Visual Sound” ausgearbeitet.
Ein solches Mobiltelefon soll Text in Sprache und Sprache in Text umwandeln. Der Benutzer des Handys kann also einen Text eingeben, welcher von dem Gerät in Sprache umgewandelt und gesendet wird. Anders herum wird gesprochene Sprache als Text dargestellt. Ein so vermitteltes Gespräch dauert sicher etwas länger, bietet aber Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen dennoch einen großen Mehrwert und vor allem mehr Freiheit, da für Telefonate kein Mittelsmann mehr nötig ist.
Wie auf dem Bild oben zu sehen ist, befindet sich ein Touchscreen zwischen zwei Handgriffen. Die Buchstabentasten werden in diesem Fall von hinten angetippt. Der Touchscreen selbst rollt sich, wenn er nicht benötigt wird, in den beiden Handgriffen zusammen, um beim Transport Platz zu sparen und das Display zu schützen.
(via & Bildquelle: Yanko Design)


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