
Multimediale Fähigkeiten von Geräten und digitale Medien sind Thema auf meinem Blog Digitaltivi. Da lag es nahe, die Multimedial-Funktionen des LG BL40 newchocolate unter die Lupe zu nehmen. Als Testfeld bieten sich meine häufigen Reisen vom HomeOffice nach München und zurück mit dem ICE an, da ist viel Zeit. Als Vorbereitung für den Test habe ich zwei DVDs in das Format DivX Mobile konvertiert und eine Reihe CDs als MP3 via USB-Datenkabel übertragen. Insgesamt etwa 3,5 Gigabyte an Daten für jede Menge Zugfahrt.
Das Fazit vorneweg: Ich hatte noch nie eine so entspannte Fahrt mit so viel Unterhaltung. Der MP3 Player analysiert die neuen Songs, Alben, Interpreten bzw. Titel im Vergleich zu anderen mir bekannten Handys wie z.B. dem KU990 Viewty zügig und stellt ohne große Verzögerung eine leicht bedienbare Übersicht zur Verfügung. Beim Abspielen erfolgen nette Animationen, besonders nach dem Drehen in das Querformat. Die Sensation allerdings ist hörbar: Als Standard ist im Equalizer die Einstellung Dolby Mobile eingestellt. Ich höre auf jeder Fahrt die gleichen Songs – mit solcher Klangfülle aber hatte ich sie noch nie gehört. Für mich ein Highlight.
Ebenso erfolgreich war der Test der Videofunktion. Das LG BL40 newchocolate ist DivX-zertifiziert. Ich habe dem Gerät zwei ganze DVDs im Formate DivX Mobile vorgeworfen, immerhin 800 bzw. 950 MB am Stück – unüblich, weil dieses Format weder Kapitel noch Sprungmarken unterstützt. Also immer wieder von vorn, nach jeder Unterbrechung. Mit der Dateigröße war das Gerät beim schnellen Vorlauf nach etwa 300 MB überfordert – das aber ist das eher der unüblichen Größe zuzuschreiben und vermutlich der lansamen MicroSD-Karte. Je länger der Vorlauf gedrückt wird, desto schneller wird der Vorlauf. Die Anzeige des Videos auf dem Bildschirm ist brillant, der große Touchscreen bietet bei laufender Wiedergabe im Querformat rechts und links reichlich Platz für die Steuerelemente. Ich habe den Serien-Piloten und die erste Folge von Stargate SG1 am Stück gesehen – kein Gefühl von Mäusekino. Nur hingestellt hätte ich das Handy gern, akzeptiert, bei dem schicken Design hätte eine ausklappbare Stütze eher gestört.
Zum Abschluss des Tages habe ich dann noch einen Blick auf das integrierte Radio geworfen. Für den Betrieb des Radios muss ein Kopfhörer eingesteckt sein – das ist üblich. Bei anderen Geräten kann daher das Radio auch nur über diese gehört werden. Nicht so beim LG BL40 newchocolate. Beim Anschalten erfolgt eine Abfrage, ob das Radio über Kopfhörer oder den Lautsprecher wiedergeben soll – clever.
Bleibt zum Abschluss die Frage, welche Auswirkungen dieses Stressprogramm auf den Akku hatte. Nun, das war für mich das Erfreulichste: Ich habe das Haus 15:00 verlassen, das Handy war die ganze Zeit an. Erst 1,5 Stunden Mp3, dann mehrere Telefonate, 2,5 Stunden hintereinander Video, wieder ein Telefonat, später noch mal eine Stunde Video. Zwischendurch immer mal wieder ein Blick durch das Menü, z.B. für den Test der Radiofunktion. Ca. 22:30 habe ich das laufende Video angehalten, um zu Duschen. Ca. 22:45 war das Handy aus, Akku leer, ich zufrieden. Ich hätte das im Normalfall verhindert – da Kopfhörer und Ladeanschluss (MicroUSB) getrennt sind, hätte ich das LG BL40 newchocolate auch während der Videowiedergabe aufladen können, falls die Steckdosen im ICE … aber das ist ein anderes Thema.
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