Sascha

Der Traum von schnurloser Stromversorgung

Von I

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Aktuelle mobile Geräte wie z.B. das oben abgebildete LG Netbook X120 können dank immer besser werdender Akkus bis zu 6 Stunden ohne Strom betrieben werden. Doch wir wissen alle wann der Akku leer ist! Immer dann, wenn man das Gerät dringend benötigt und nirgends eine Steckdose zu finden ist. Die meisten von euch kennen daher diesen Gedanken sicherlich: “Alles geht heute schnurlos, sogar Daten kann man ohne Kabel übertragen.  Wie schön wäre es, wenn ich mein Notebook/Handy/MP3-Player zum Laden nicht immer anstecken müsste”.

Der Gedanke an berührungslose Stromübertragung ist allerdings nicht ganz neu. Nikola Tesla hat sich bereits vor über 100 Jahren zu diesem Thema Gedanken gemacht. Bekanntestes Ergebnis dieser Überlegung ist sicherlich der Tesla-Transformator (Teslaspule). Forscher haben kürzlich in einem Versuchsaufbau bewiesen, dass Teslas Idee durchaus über kurze Strecken machbar ist, allerdings nur eine Energieeffizienz von 1% hat. Wenn man sich nun überlegt, dass ein Handy zum Laden bis zu 2,5 Watt benötigt,wären also 250 Watt am Sender nötig um das Handy aufladen zu können.

Diese Technik ist somit nicht nur ineffizient sondern auch lebensgefährlich, da eine Berührung des Senders einen Stromschlag auslösen würde und natürlich auch eine ungeheure Strahlung von solch einer Teslaspule ausgeht.

Die Idee der kabellosen Stromversorgung beschäftigt aktuell mehr Forscher denn je. Die neueste Idee sind Energie-Ernter (Energy-Harvester). Sie sollen die Lösung für unser Problem mit Akkus und den Kilometern an Kabeln, die unser technisches Leben mit sich bringt, sein. Wie der Produktname schon sagt, soll Energie geerntet werden.

Doch wo kann man diese antreffen? Die klassischen Energiequellen sind Wärme, Licht und Schwingungen. Nun soll die als “Elektrosmog” bekannte und in unserer Gesellschaft fast überall anzutreffende elektrische Energie neue Ressourcen eröffnen, die angezapft werden können. Ein hiermit erreichbares Ziel wäre, dass Handys nicht mehr an die Steckdose müssen. Forscher arbeiten derzeit an einem Prototypen, mit welchem die Umgebungsstrahlung von WLANs, Mobilfunkstationen und Radiosendern aufgefangen werden soll – also einem “Handy-Harvester”.

Eine elektrische Leistung von verfügbaren 50 Milliwatt ist angestrebt. Das hört sich nach wenig Leistung nach all dem Aufwand der Forschung an, wenn man bedenkt, dass ein Handy so fast 4 Tage zum Laden bräuchte. Doch für einen unbegrenzten Stand-by-Betrieb ist diese Leistung vollkommen ausreichend. Tragbare MP3-Player wären auch ein sinnvoller Einsatzort. Sie werden meist mit 100 Milliwatt betrieben und sind hauptsächlich in Stand-by.

Die Frage ist nur noch, in welchem Frequenzbereich die neuen Energie-Ernter eingesetzt werden müssen, um den größten Effekt zu erreichen. Die Bandbreite, mit der die Ernter arbeiten wird jedoch gering gehalten werden. In drei bis vier Jahren könnte diese Technologie dann bereits marktreif sein.

Das klingt soweit nicht schlecht, natürlich werden auch noch andere Ansätze wie etwa  Energiegewinnung aus Vibrationen oder WiTricity verfolgt. Man darf also gespannt sein, ob und wann wir dem Ladegerät oder vielleicht sogar dem Akku für Handy, MP3-Player, Notebook, etc. Lebewohl sagen können.

(Weitere Informationen und via)

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1 Kommentar

  1. Von Rosi Grotheer
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