In den USA setzt sich derzeit ein neuer Trend durch: Eltern spionieren die Internetgewohnheiten ihrer Kinder auf dem Handy aus. Dazu wird eine Software namens Mobile Spy auf dem Handy der Zöglinge installiert – natürlich ohne deren Wissen, die dann die relevanten Daten, wie zum Beispiel besuchte Seiten im Internet, auf eine Website übermittelt, die nur für die Eltern einsehbar ist.
Aus datenschutzrechtlicher Sicht wohl eine Katastrophe, aber auch ansonsten kann ich wenig Gutes darin erkennen. Selbst wenn die Eltern sehen, auf welchen Websites sich ihre Kinder bewegen, können sie den Kontakt mit Pornografie und Nacktfotos früher oder später sowieso nicht verhindern. Ich sehe in der geheimen Installation einer solchen Software einen massiven Vertrauensbruch, denn was soll das Kind von seinen Eltern denken, wenn diese zu solchen Maßnahmen greifen?
Oder meint ihr, dass solcke Aktionen wirklich etwas bewirken? Bewirkt es vielleicht nicht eher das Gegenteil? Der Reiz des Verbotenen?