Jörg

DVB-Toder DVB-H – Qual der Wahl oder überflüssig?

Von I

In einem seiner Berichte von der MWC 2009 schreibt Frank über das LG KB770 und widmet sich dabei dem Thema mobiles Fernsehen. Das ist ein Thema, das mich auf meinem Themenblog zum digitalen Fernsehen auch schon oft umgetrieben hat. Ich sehe den Nutzen von mobilem Fernsehen in der Möglichkeit, an jedem Ort aktuellste Ereignisse verfolgen zu können.

Frank schreibt in seinem Beitrag:

Für Hersteller, sowie Endverbraucher sind genau drei Faktoren entscheidend für Sieg oder Niederlage von Mobile TV: Bildqualität, Akkulaufzeit und Bildschirmdiagonale.

Das ist zweifelsohne richtig – vor allem bezogen auf das Beispiel Fußballspiel. Aber sortieren wir mal die Probleme:

DVB-T via Handy ist einfach nur das “normale” Fernsehprogramm im Miniformat, ohne zusätzliche Kosten, wenn ein Fernsehgerät bei der GEZ angemeldet ist. Das tut sich der Benutzer nur an, wenn er nicht anders kann, also keine Alternative mit einem größeren Gerät hat. Wo ist das? Im Büro, sozusagen Fussball vor den Augen des Chefs verborgen ;-) oder Tagesschau und Phönix, um auf dem Aktuellen zu bleiben. DVB-T via Handy im Zug oder im Auto ist technisch gar nicht oder nur bedingt machbar, überall DVB-T schauen eine Illusion. Es gibt sogar mittlere Städte, in denen gar kein DVB-T-Empfang möglich ist (ARD – Überallfernsehen DVB-T außer Raum Döbeln und andernorts).

Da DVB-H nichts anders als eine speziell für mobile Endgeräte optimierte Variante von DVB-T ist, unterliegt es den gleichen Einschränkungen wie DVB-T selbst. Also ebenfalls nicht wirklich mobil empfangbar, sondern nur an ausgewählten Standorten und “im Stand”.

Fazit für mich: Beide Techniken sind im Moment in Deutschland eher Spielerei und für mich keine Kaufentscheidung für ein Handy. Im LG-Mutterland, wo speziell auf mobile Nutzer zugeschnittene aktuelle Inhalte einen breiten Benutzerkreis finden und damit für die Betreiber Umsätze generieren, stellt sich das ganz anders dar. Und so lange es hierzulande keinerlei wirkliche Argumente gibt, für ein TV-Angebot via Handy einen zusätzlichen Obulus im Handyvertrag zu entrichten, werden DVB-T und DVB-H wohl auch weiter von den Betreibern eher halbherzig unterstützt werden. Ich finde das schade.

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2 Kommentare

  1. Von Nobi
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    Wenn man den Faktor (Verbindungs-)Kosten noch hinzufügen würde, dann glaube ich auch, dass die eben genannten Dimensionen den Erfolg ausmachen werden. Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig!

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  2. Von Jörg
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    Ja, das finde ich auch … aber ich gehöre zu der Zielgruppe, die für mobiles Fernsehen keinen zusätzlichen Teurocent ausgeben würde.

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