Frank

Handys als Grabbeigabe

Ein neuer Trend kommt, wie könnte es anders sein, mal wieder aus den USA. Persönlich finde ich das alles doch etwas skurril, aber gerade in Hollywood scheint es zum neuen Trend zu werden, dem Verstorbenen sein Handy, seinen iPod oder seinen Organizer mit ins Grab zu geben.

“Viele Leute glauben, dass ein Handy die Persönlichkeit seines Besitzers sehr gut widerspiegelt und deshalb einen wichtigen Teil des eigenen Vermächtnisses des Verstorbenen darstellt”, so die Mitarbeiterin eines Bestattungsunternehmens in Hollywood. Es stimmt wohl schon, dass bereits die Kelten ihren Toten persönliche Dinge mit ins Grab gegeben haben, die den Toten im Jenseits eventuell von Nutzen sein könnten. Aber ein Handy? Auch wenn Experten diesen Trend durchaus als zeitgemäß betrachten, kann ich diesem Trend nicht wirklich viel abgewinnen.

Was meint ihr?

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4 Kommentare

  1. Von Kenny |  Montag, 22. 2008 um 13:30 | Permalink

    Ich fand’s auch erst komisch, aber wenn man mal so drüber nachdenkt, ist es eigentlich gar nicht so verrückt. Die Pharaonen im alten Ägypten haben für ihr Leben nach dem Tod ja ‘ne Menge Zeugs (Lebensmittel, Kleidung, Schmuck etc.) mit in ihre Grabkammer gekriegt. Und die Wikinger haben sogar ihre Pferde mit ins Grab genommen. Ich selbst würde zwar keinen Wert drauf legen, aber ich glaub auch nicht dran, dass ich mir nach meinem irdischen Ableben noch ein paar Songs reinziehen wollen würde. Auf der anderen Seite glaub ich aber auch nicht, dass einer meiner Hinterbliebenen Bock drauf hätte, meine Handys zu erben oder damit zu telefonieren.

  2. Von Jörg Schumacher |  Dienstag, 23. 2008 um 08:35 | Permalink

    Ola, man kann es auch als Form des Datenschutzes sehen – mit dem Handy wird auch die Kontaktliste begraben :-)

  3. Von Martin |  Mittwoch, 24. 2008 um 13:06 | Permalink

    Das finde ich, ist so unwürdigend, den Verstorbenen gegenüber.

  4. Von susi |  Mittwoch, 24. 2008 um 13:23 | Permalink

    Ich finde das makaber und unnötig. Hoffentlich setzt sich das nicht in Europa durch.

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