mal ne runde gamen mit dem künstler?!
foto: rw
LG Renoir Review, Teil 3
Trotz Termin saß ich am Freitag 1 ½ Stunde beim Arzt im Wartezimmer. Gott sei Dank hatte ich das Renoir dabei, denn Lust auf das “Goldene Blatt” aus dem Lesezirkel hatte ich nicht so recht. Eine gute Gelegenheit also, Spiele, Internetfähigkeit und den Browser des LG zu testen.
Zuvor noch kurz etwas zu den Widgets. Ich brauche das nicht unbedingt, aber wer es mag – bitte sehr: Die kleinen Progrämmelchen kann man sich aus einer Leiste heraus auf den Startscreen ziehen, z.b. Uhr, Kontakt, Kalender oder einen Song, den man mit einem Klick dann immer wieder abrufen kann. Schön – das Wetter Widget. Angewählt und es holt die neuesten Wetterdaten aus dem Netz herunter.
Leider habe ich nur zwei “Themes” auf dem Renoir gefunden (schwarz und weiß), da könnte es mehr Auswahl geben. Natürlich kann man sich, wie gewohnt, diverse Hintergrundbilder, sogar für verschiedene Aktionen anlegen. Was gibt’s noch? Umrechner für Längen, Währungen, Maße etc., Wecker, Organizer, Sprachmemo Funktion, Taschenrechner, Weltzeit- und Stoppuhr…


mal ne runde gamen mit dem künstler?!
foto: rw
Games: Drei Spiele, spielbar leider nur 120 Sekunden im Demo-Modus und in “Klötzchengrafik” sind dabei. Darunter das bekannte Asphalt 3. Voll spielbar und mittels Lagesensor bedient, aber darauf bin ich ja schon eingegangen. Außerdem ein Würfelspiel und das Roulette Rad.
Jogging Assistent: Zumindest für Läufer interessanter ist da schon der Jogging Assistent, der GPS nutzt, um über Strecken und zurückgelegte Zeiten/Distanzen zu berichten. Da ich Couchpotatoe bin, hab ich dies Feature aber nicht benutzt.


leider nur 2 “themes”, routenplanung via google klappt gut. foto: rw
Routenplanung: Google Maps arbeitet recht schnell. Routenplanung / GPS Ortung werden dadurch zum Kinderspiel. Leider habe ich bislang keine “richtige” Navigatiossoftware für das Renoir gefunden. Man findet zwar jeden Ort auch über die angesprochene Routenplanung, aber im Auto habe ich keine Lust, ständig das Handy “in Fahrtrichtung” mitzudrehen. Naja, kommt vielleicht noch.
Browser/Internet: Da der Bildschirm/Touchscreen – wie beschrieben – mir bereits angenehm aufgefallen ist, sollte das mit dem mobilen Internet doch auch gut funktionieren. Zwei Klicks im Menü und der Browser läuft. Natürlich ist ein Touchscreen niemals groß genug, aber es gibt ja die Möglichkeit zu zoomen. Finger auf die betreffende Stelle und der Bildausschnitt vergrößert sich. Das Zoomen geht übrigens auch über das Menü. Beides funktioniert, wie gesagt, aber ich empfand es etwas langsam, schwergängig.
Favoritenverwaltung und Verlauf sind natürlich auch integriert, das war’s dann aber auch schon so ziemlich.
Meist gute Arbeit leistet der Lagesensor. Nur selten musste ich das Handy mehrfach drehen, um den gewünschten Effekt des “Bildkippens” zu erhalten.
Die Zugangsdaten für den Empfang von Mails müssen “von Hand” eingegeben werden, HTML E-Mails konnte ich nicht anzeigen lassen. Synchronisieren ist zumindest mit Outlook 2003 kein Problem. Jedoch hatte ich unter Einsatz von Win XP zwei Mal eine Fehlermeldung “Speicherkonflikt”. Danach brach die LG Software oder auch ich ab. Neustart der Software half dann aber.


man/frau kann nicht immer arbeiten.
das lg guckt auch gerne mal youtube. foto: rw
Das Renoir ist sicherlich kein Businesshandy. Klar. Beispiel Kalender: Sieht zwar ganz gut aus, eine erweiterte Kategorisierung fehlt aber. Auch könnte bei mehreren Terminen zur gleichen Zeit gewarnt werden oder diese zumindest optisch unterschiedlich dargestellt werden. Dem Renoir liegt übrigens ein Stylus bei. Betonung auf “liegt bei”. Leider lässt er sich nicht in das Handy integrieren, sondern nur anhängen. Er lag bei mir aber nur in der Schublade, da ich ihn nie für Eingaben benötigte. Trotzdem sollte LG das mit dem Eingabestift anders lösen. Ein kleines Löchlein an der Seite zum Einstecken würde genügen.
Dieses Handy ist ein Spaß- und “Multifunktionstool”. Die Kamera ist wie erwähnt klasse, dagegen hat es meine Alte (Kamera) schwer. Wäre ein TV Kabel im Lieferumfang gewesen, hätte ich auch gerne mal die Übertragung zum TV gecheckt. Das Kabel gibt es aber im Zubehörhandel so um die 15.- Euro zu kaufen. Die Möglichkeit externe Geräte anzuschließen finde ich nämlich cool.
Mein persönliches Fazit: Suchte ich ein Handy mit einer sehr guten Kamera und super Musikklang, wollte ich einen Blog von unterwegs füttern und ab und zu einmal beim Arzt oder sonst wo surfen und wüsste ich den Weg dorthin auch ohne Navi, würde ich das Renoir nehmen.
Wer etwas fürs Geschäft sucht, Tausend Kontakte hat und diese abgleichen/synchronisieren muss, viel tippt / mailt und daher “richtige” Tasten braucht, sollte sich evtl. nach einem anderen Mobiltelefon / Smartphone umsehen.
Aber der Name “Renoir” steht ja für einen Künstlernamen und Künstler geben sich bekanntlich nicht mit so profanen Dingen wie Alltagsarbeit und Business ab…
Meine (persönlich-subjektiven) Noten von 1-6:
Aussehen/Design/Verarbeitung: 2
Ausstattung: 2
Handlichkeit: 1
Tonqualität: 2
Internet: 2
Kamera: 1
Sync./Software: 3
Multimedia: 1
Akkuleistung: 3
Businessmöglichkeiten: 3
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