Frank

Internet-Browser auf dem Mobiltelefon

Von I

Nachdem ich mich zuletzt mit dem Thema “Mobiles Internet” auseinandergesetzt habe, will ich heute die Thematik “Internet-Browser auf dem Handy” aufgreifen, da das eine in gewisser Weise ein Garant für den Erfolg des anderen ist.

In der Regel durchsurft der Durchschnittsbürger das Internet mit einem 13 bis 19 Zoll großen Bildschirm, Tastatur und natürlich einer Maus. Betrachtet man diese beiden Aspekte etwas genauer, sind wir auch schon bei den beiden Hauptkriterien die ein Internet-Browser auf dem Handy erfüllen sollte: Übersichtlichkeit und leichte Bedienbarkeit bei gegebenen Mitteln.

Als ich vor vier Jahren mein erstes internetfähiges Handy mit UMTS in Händen hielt und das erste Mal damit online ging, war ich relativ unglücklich damit. Auf einem 2 Zoll großen Bildschirm musste man sich nicht optimierte Seiten anschauen, die in voller Auflösung angezeigt wurden und die Bedienung über Tastatur und Steuerkreuz glich einem Hindernislauf. Heute finden wir viele optimierte Seiten im Netz, die Displays haben an Größe zugelegt und die Bedienung wird in vielen Fällen durch ein Touchscreen relativ einfach. Doch nicht jeder hat, wie in meinem letzten Artikel bereits angesprochen, Interesse an einem Handy mit Touchscreen, genau deshalb müssen Mobilfunkanbieter und Softwareentwickler gemeinsam Internet-Browser entwickeln, die den heutigen Ansprüchen gerecht werden.

Doch was sind überhaupt die Ansprüche? Für mich geht es schon damit los, dass ich den Browser starte und mir dann eigentlich eine direkte Übersicht über Lesezeichen und zuletzt besuchte Seiten wünsche. Es macht einfach keinen Spaß, URLs manuell einzugeben oder sich erst zu seinen Lesezeichen durchklicken zu müssen. Weiter geht es mit der Unterstützung von Tabs. Gerade in der Anfangszeit konnte man tatsächlich nur eine Seite anzeigen lassen, heutzutage ein Unding. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Wechseln zwischen verschiedenen Fenstern und Tabs so einfach wie möglich gestaltet wird.

Ferner spielt die Übersichtlichkeit eine große Rolle. Klar ist, dass die Bildschirmgröße von Gerät zu Gerät variiert. Gerade deswegen ist es in meinen Augen ein sehr wichtiges Kriterium, dass der Browser im Normalfall im Vollbildmodus arbeitet, also die gesamt Website anzeigt. Bedienelemente sollten nur bei Bedarf eingeblendet werden. Eine Zoom-Funktion und die Einbindung von Java und Flash sollte obligatorisch sein.

Einen guten Ansatz hierfür liefert Mozilla mit seinem neuen Projekt “Firefox Mobile”. Dieses befindet sich zwar noch in der Alpha-Phase, erfüllt aber dennoch fast alle oben genannten Kriterien. Leider wird eine endgültige Version wohl erst im Jahr 2010 zur Verfügung stehen, was ich persönlich sehr bedauere. Bis dahin leisten aber auch Internet Explorer, Opera Mini und Safari recht gute Arbeit auf mobilen Endgeräten.

(via)