Das erste der Masse zugängliche Mobiltelefon wurde der Weltöffentlichkeit im Jahre 1983 vorgestellt. Bis zum Jahre 2007, also gute 24 Jahre, besaß das Handy trotz unterschiedlicher Designs einen einheitlichen Look: oben der Bildschirm, darunter eine Handyklaviatur über die sowohl Nummern als auch Texte eingegeben wurden. Mit der Markteinführung des ersten Prada Phone by LG im Jahr 2007 und natürlich dem iPhone von Apple sollte sich das Bild grundlegend wandeln.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren es vor allem Firmen wie HTC, die bei ihren eigentlich ausschließlich auf Business-Anwender ausgelegten Windows Mobile Smartphones auf die Bedienung via Touchscreen und Stift gesetzt hatten. Obwohl es durch diese Methode der Texteingabe möglich war, bedeutend schneller einen Text zu verfassen, lag das herkömmliche Handy mit Texteingabe via Tastatur und T9 weiterhin voll im Trend. Doch mit wachsenden Anforderungen musste auch hier etwas passieren. War das Handy über Jahrzente ausschließlich zum Telefonieren und Schreiben von SMS da, kamen mit einem Male Dinge wie Media Player, Organizer, Navigationssystem, ja sogar in gewisser Weise die Nutzung als Notebookersatz dazu.
Es schien nur eine Lösung zu geben: das Touchscreen. Dieses ermöglichte das Weglassen der Tastatur und somit mehr Raum für das Display und damit auch für die Anzeige der diversen Medien. War man anfangs noch auf einen Stift zur Bedienung angewiesen, erkannte die Industrie schnell, dass hier Handlungsbedarf bestand und so dauerte es nicht lange, bis es Touchscreens gab, die sich ausschließlich mit dem Finger bedienen ließen. Inzwischen hat so gut wie jeder Mobilfunkhersteller Geräte im Programm, die ausschließlich über einen Touchscreen bedient werden können und diese Geräte erfreuen sich momentan großer Beliebtheit. Es gibt allerdings auf eine Kehrseite der Medaille:
- nicht jeder Touchscreen lässt sich einwandfrei mit dem Finger bedienen
- Feuchtigkeit oder das Tragen von Handschuhen kann eine Bedienung schier unmöglich machen
- das Gefühl des Tippens, welches einem durch eine herkömmliche Tastatur vermittelt wird, fehlt
- Touchscreens sind anfälliger für Stöße und andere externe Einflüsse
Natürlich lässt sich eine Liste mit Vorteilen aufstellen, die mindestens doppelt so lange ist. Dennoch nehmen Touchscreen-Smartphones bei den meisten Herstellern immernoch eine untergeordnete Rolle ein und viele neuere Modelle besinnen sich wieder zur “altmodischen” Handyklaviatur zurück.
Wie seht ihr die Sache? Was nutzt ihr lieber bzw. was stört euch an Touchscreens? Denkt ihr, dass in ein paar Jahren die “alte” Tastatur” komplett ersetzt sein wird?
