Frank

Mobiles Internet – Ein Ausblick

Von I

Als vor ein paar Jahren die ersten internetfähigen Handys auf den Markt kamen, wollte noch keiner so richtig an deren Durchsetzungskraft glauben. Zu hoch waren die Kosten für das mobile Internet und zu niedrig der erwartete Nutzen. Eine geringe Netzabdeckung und mangelnde Optimierung der Internetseiten taten ihr Übriges.

Inzwischen hat sich das Bild komplett gewandelt und es surfen derzeit rund 10 Millionen Deutsche mobil im Internet, bis zum Jahr 2012 wird eine Verdoppelung dieser Zahl erwartet. Woher kommt dieser plötzliche Wandel?

Zum Einen haben die Provider den Ausbau ihrer Netze konsequent vorangetrieben. So haben wir heute was EDGE angeht eine Abdeckung von nahezu 100 %, UMTS und HSDPA sind zumindest in sämtlichen kleineren und größeren Städten verfügbar. Mobilfunkhersteller haben auf die zunehmenden Anforderungen des mobilen Internets reagiert, viele ihrer Handys und Smartphones mit großzügigen Touchscreens ausgestattet und mit diversen mobilen Browsern das Surfen auf dem Handy zum Kinderspiel gemacht. Auch viele Betreiber haben ihre Websites inzwischen für mobile Endgeräte optimiert, da es einfach keinen Spaß macht, sich auf den im Vergleich zum PC immernoch recht kleinen Displays, durch zig Menüs und Werbebanner zu klicken.

Es bleiben allerdings in allen Bereichen noch Probleme bestehen, die Provider, Mobilfunkhersteller und Websitebetreiber gemeinsam angehen sollten.
Datentarife sind mit bis zu 40 € einfach noch zu teuer. Ein Betrag von 10 € wird hier von Experten als Massenmarkt-fähig eingeschätzt. Dies erscheint logisch, denn ein Großteil der Menschen ist schlichtweg nicht darauf angewiesen unterwegs E-Mails oder sontige Informationen abzurufen. Würde man die Preise jedoch entsprechend anpassen und transparent machen, könnte man auch solche Leute dafür begeistern.

Mobilfunkherstellern kommt die Aufgabe zu, das Surfen mit dem Handy für den Endbenutzer so einfach wie möglich zu gestalten, vor allem was die Bedienung angeht. Auch die Integration von diversen Services spielt hierbei eine wichtige Rolle. Programme für E-Mail, Instant Messenger, Feeds und Videos sollten im Idealfall bereits vorinstalliert sein.

Obwohl es bereits einige Websites gibt, die für das mobile Internet optimiert sind, zählen diese noch zu der Minderheit. Wenn ich mit meinem Handy auf eine Seite gehe und dort ewigen Ladezeiten sowie lästigen Grafiken und Einblendungen begegne, obwohl ich eigentlich nur kurz eine Info will, ist das schlichtweg lästig und hindert mich daran die Seite nochmals mit dem Handy zu besuchen. Noch schlimmer sind Seiten die komplett in Flash gehalten sind.

Wie seht ihr das alles? Nutzt ihr das mobile Internet und wenn ja für was? Was wünscht ihr euch von Providern, Mobilfunkherstellern und Website-Betreibern?

One Trackback

6 Kommentare

  1. Von Nobi
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    Hallo,

    ich denke, dass sich mobiles Internet mittelfristig durchsetzen und etablieren wird. Ich denke sogar, dass es irgendwann eine geeignete Verschmelzung mit dem Rechner geben wird. Das wäre genial.
    Sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Gebrauch.

    Besonders im Geschäftsbereich, wenn die Leute mobil unterwegs sind, hat das erhebliche Vorteile. Man hat jederzeit die wichtigsten Informationen zur Stelle (ohne es auszudrucken) und kann aktiv die IT nutzen. Ich bin beruflich oft unterwegs und habe ein Blackberry. Somit bin ich immerhin mit Emails versorgt. Ab und zu brauche ich das mobile Internet, um schnell Infos oder Nachrichten zu finden.

    Aber “normales” Surfen, wie ich es privat handhabe, ist nicht drin, weil es noch schlichtweg viel zu teuer ist. Eine güstige Flatrate ~20 € wäre ein aktzepabler Preis. Idealerweise Kombi-Tarife (z.B. Home-Flatrate & Mobile Flatrate für zusammen 30-50 €.) Jedoch bin ich überzeugt, dass der Preis fallen wird. Eines der am stärksten preisbefallene Branche ist nun mal noch die Telekommunikations-/Informationsbranche.

    Wenn sich das mobile Internet früher oder später etabliert hat, öffnet das ganz andere Möglichkeiten. Es wird grundlegend das Kaufverhalten der Menschen langsam aber stetig verändern. Waren, Dienstleistungen und Preise sind sofort beliebig abrufbar und vergleichbar. Das wird auch die Verkäufer zum Nachdenken bringen, die ihre Offline-Läden attraktiv machen müssen. Entweder werden Sie mehr Dienstleistungen anbieten, um den Kauf als Erlebnis anzubieten oder die Kaufhäuser mutieren zu großen Ausstellungsräumen und Lagerhallen und man kann es bestellen. Dieser Markt wird sich noch bilden.

    Ich denke, es wird bestimmt Vorteile mit sich bringen.

    Der erste Schritt wären noch besser abgestimmte Endgeräte, die ein bequemes Surfen erlauben und eine Reduzierung der Kosten.

    Nobi

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  2. Von Julian
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    Hi,
    ich nutze mobiles Internet von Simyo (zurzeit noch, bald vielleicht iphone 3g :) ) auf meinem MDA Pro. Darauf aber nur zum E-Mails über Gmail zu empfangen, für den Google Reader zu lesen, zum Twittern und um ab und zu die Zugzeiten abzufragen. Dafür ist das wirklich praktisch. “Echte” Seiten rufe ich damit nur im Notfall ab, weil es mir trotz 24cent/mb zu teuer ist.
    Unterwegs ruf ich dann aber meine E-Mails schon im Schnitt jede Stunde ab. Mit ein bisschen Google Reader lesen komme ich dann immer so auf um die 10mb, oder so ca. 2,20€.

    Für richtige Seiten benutze ich dann für unterwegs meinen EEE-PC 901 und die Hotspots von T-Mobile. Das ist wirklich auch sehr praktisch, wenn man zum Beispiel auf den Zug wartet, oder einfach bei einem Cappucino irgendwo noch schnell einen Blogpost schreiben will.

    Gruß Julian

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  3. | | Permalink |

    Leider scheitert der Massenmarkt auch nicht nur an den Kosten , sondern an den Handys und Smartphones selbst =) Sofern kein Full HTML Webbrowser drin ist mit allem Schnick Schnack , wird das Surfen zur Qual.

    Habe mal zum Testen den Internet Zugang über mein Handy probiert ( ist ca 1 1 /2 Jahre alt , Seitenaufbau Geschwindigkeit lassen wir mal ausser Acht aber die Darstellung war sehr mieß. Nützt wirklich nur mit optimierten und neuen Modellen etwas.

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  4. Von Peate
    | | Permalink |

    Man ist ja im täglichen doing immer mehr Mobil unterwegs, dabei ist ein Laptop eher unhandlich. Netbooks gehen schön in die richtige richtung, jedoch hat man dann trotzdem 2 Geräte!
    Der richtige Weg ist also ein Gerät wie blackberry oder iPhone.
    Leider fehlt im deutschland dafür noch das verständnis der provider.

    Ihr habt ja schon gesagt und es wurde ja schon ausreichend kommuniziert,
    10 € ist man bereit für mobiles Internet zu zahlen. Entsprechende angebote findet man jedoch nicht. Sollten entsprechende angebote zur Verfügung stehen, werden wir ein relativ schnelles wachstum in diesen Bereich erleben.
    Endgeräte um die dann zur Verfügung stehenden dienste gibt es schon einige und wer den endgerätemarkt beobachtet sieht das mehr internetfähige handys auf den markt dringen.

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  5. | | Permalink |

    Richtig,

    wer hat schon ständig sein Notebook dabei?
    Wann immer ich unterwegs Infos brauche, nutze ich den mobilen Zugang zum Internet über mein Handy, allerdings auch erst, seitdem es dafür kostengünstige Flatangebote gibt.

    Zu Wap- Zeiten und den damaligen Tarifen war mir dies entschieden zu teuer.

    Heute surfe ich unterwgs mit einer Kombiflat, mit der ich auch unbegrenzt ins deutsche Festnetz vom Handy aus telefonierne kann, für unter 30 Euro monatlich, dies war früher undenkbar.

    Zudem lässt sich mein Handy via EDGE unterwegs auch als Modem für mein Notebook nutzen, wenn ich aus beruflichen Gründen mal beides dabei habe, was will man mehr?

    Bei mir ist es ein Blackberry, wie schon oben erwähnt, und einen ordentlichen Provider gibt es dazu längst, wie zuvor beschrieben, man muss sich mit solch einem zielgerichteten Anliegen nur mal richtig auf dem Markt umsehen.

    Dabei rede ich jedoch nicht vom Mangenta- Riesen.

    UND ein mobiles Navi (im Handy selbst, völlig unabhängig v. Notebook) hat man damit auch immer verfügbar…

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  6. Von Nobi
    | | Permalink |

    trotzdem wäre ein Gerät für alles optimal.

    Und ich denke, die Anbieter haben das verstanden und ich hoffe es jedenfalls.

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