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Das Blogger der Woche Interview

Heute mit Peter von Blogwerk:

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Christoph: Warum heißt dein Blog so wie er heißt?
Peter: Wir habe ja diverse. Mein privates läuft einfach ohne weiteren Namen unter hogenkamp.com. Unsere Blogwerk-Blogs haben bewusst .com-Domains – weil wir nicht auf Deutschland, die Schweiz oder Österreich festgelegt sein wollen – und heissen jeweils nach einer Art Wortspiel, meist schaffen wir ein neues Wort (wie netzwertig.com) oder setzen eins in einen neuen Kontext (wie neuerdings.com für neue Dinge, alias Gadgets).

Warum bloggst du?
Bloggen ist für mich ein toller Weg, Gedanken zu kanalisieren. Ich würde wohl auch für 10 Leute bloggen, aber wenn ich ein paar hundert oder tausend Leute erreiche, umso schöner.

Bist du ein Nerd?
Ein bisschen schon, wobei ich mich immer sehr bemühe, keiner zu sein. Vor Blogwerk habe ich lange als Usability-Berater gearbeitet, und dort kommt es darauf an, die Perspektive des “normalen” Users einzunehmen. Ich hoffe, dass ich mir das noch erhalten habe.

Was ist dir am wichtigsten, wenn du dir ein Gadget kaufst: Design, Technologie oder der praktische Nutzen?
Das kann ich nicht trennen, und ich behaupte, das können andere auch nicht trennen, selbst wenn sie es denken. Warum hat sich der iPod durchgesetzt, wegen Design, Technologie oder Nutzen? Weil die Mischung stimmte. Vor allem aber wohl wegen des Nutzens, ohne geht können die anderen beiden Aspekte nichts ausrichten.

Twitter Fan?
Ja, meist schon. Twitter ist Bloggen im Quadrat. Nun reicht schon ein Gedanke, um zu publizieren. Mein Twitter-Aktivitätsniveau schwankt allerdings sehr stark. Wenn eine produktive Phase habe, twittere ich den ganzen Tag nichts, und habe auch nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Ich lese auch fast nie nach, was in meiner Abwesenheit getwittert wurde.

Worüber schreibst du am liebsten in deinem Blog?
In meinem privaten Blog über alles, das ist ja das tolle. Über Usability, Blogs, Politik, das Wetter, unverschämte Werbung, peinliche Situationen. Mit einem privaten Blog verspricht man nichts, und deswegen kann man machen, was man will.

Was ist die Zukunft der Blogs?
Es wird jedenfalls nicht passieren, was Journalisten denken, dass nämlich “Blogs als Thema durch sind” (Markus Wiegand, Chefredakteur Schweizer Journalist) und daher wieder verschwinden werden. Im Gegenteil, wir werden alle – oder zumindest die meisten von uns – immer mehr online publizieren; ob das dann noch “Blog” heisst oder nicht, ist egal.
Das tolle an Blogs ist, dass alles geht, dass jeder mit jeder Motivation mitmachen kann. Natürlich findet man dabei viel unnützes Zeug, aber eben auch viele Perlen. Das wird nicht mehr weggehen. Wer etwas zu sagen hat, der kann es sagen, und die Tatsache, dass immer mehr Leute immer mehr Internet-Erfahrung haben werden, wird denen helfen, die heute auch schon etwas zu sagen hätten, aber es noch nicht machen, in Zukunft damit online zu gehen.

Wenn es keine Blogs gäbe”¦?
Dann könnte man auch in Zukunft Dinge einfach “unter dem Deckel” halten.

Was beschäftigt dich zurzeit am meisten?
Ich freue mich, nach einer Abwesenheit, in der ich meine Doktorarbeit abgeschlossen habe, endlich wieder voll am Ball zu sein. Ich möchte am liebsten alles gleichzeitig machen.

Gruss, Peter

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