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Das Blogger Interview Der Woche

Von I

° Warum heißt dein Blog so wie er heißt?
Die Domain habe ich mir aufgrund meines Nachnamens gesichert – Bültge.
Man muss also nicht interpretieren oder erklären.

° Warum bloggst du?
Ich sehe mich eigentlich nicht als Blogger, ich schreibe lediglich
über meine Erfahrungen und Lösungen zu interessanten Themen, das in
unregelmäßigen Abständen und mit der Möglichkeit zu kommentieren; hmm,
vielleicht doch ein Blogger? Im Themenbereich kann es daher auch immer
wieder Veränderungen geben, will mich in diesem Punkt auch nicht
festlegen lassen und sehe mein Blog als Spielwiese.

° Bist du ein Nerd?
Englisch für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter – dazu zähle
ich mich nicht und meine näheren Freunde würden das sicher auch
vehement abstreiten. Nichtsdestotrotz bin ich zielstrebig und verfolge
meine Ideale und Ideen bis zu einem gewissen Grad an Vernunft.

° Was ist dir am wichtigsten, wenn du dir ein Gadget kaufst:
Design, Technologie oder der praktische Nutzen?
Der praktische Nutzen steht ganz klar im Vordergrund, auch wenn das
Design immer im Vordergrund erscheint. Der Nutzen zählt, alles andere
betrachte ich als Spielerei und lehne es daher nicht ab, aber dann ist
es eine Frage der Leidenschaft, die immer in mir brennt.

° Twitter Fan?
Nein, vielen dieser Tools und Services besuche ich schon mit Absicht
nicht, meine Zeit ist schon genügend am Rechner abgelegt und damit
muss ich mich nicht auch noch in dieser Form etablieren.

° Warum (geändert auf Frank’s Wunsch, siehe Kommentar 3) schreibst du am liebsten in deinem Blog?
Weil ich schreiben kann, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Das Blog
ist meine Idee und meine Spielwiese, hier regiere ich. Ganz im
Gegenteil zu einem Buch, da muss die Form passen und der Leser muss
formeller angesprochen werden. Ich liebe das Blog: einfach die
Gedanken eintippen und veröffentlichen. Ein weiterer Aspekt ist die
Möglichkeit der Kommentare, ich muss keine anderen Dienste nutzen um
neue Menschen kennen zu lernen; ich genieße es, wenn ich über das Blog
neue Leute kennen lerne und mittlerweile auch mit dem einen oder
anderen ab und zu am Telefon oder persönlich bei einem Treffen
sprechen kann.

° Was ist die Zukunft der Blogs?
Für mich ist es hoffentlich – einfacher, sicherer und für jeden
nutzbar. RSS, Pings und Kommentare haben das Blog weit gebracht – noch
mehr Verbreitung via Technologie, ohne die Kenntnis des Blogautors
machen den Artikel bekannt und holen die vielen vielen schönen Artikel
aus den dunklen Verliesen der Suchmaschinen. Auch Nichttechnologen
sollten das Blog bedienen können und sich auf den Inhalt
konzentrieren.
Die Mehrheit der Blogs sind “Tagebücher”. Sie werden sicher nicht in
den Top 100 vordringen. Aber was sagen uns diese Toplisten schon? Die
Autoren identifizieren sich mit ihrem Blog und daher ist der Inhalt
mehr wert als die Artikel mancher Blogs aus den Top 100.
Blogs haben sich in der Vergangenheit immer gewandelt und das werden
sie auch weiter tun, aber der Kern wird sicher erhalten bleiben.

° Wenn es keine Blogs gäbe”¦?
Dann gäbe es andere Medien oder das Blog hätte einen anderen Namen.
Das Blog ist eine logische Konsequenz aus den statischen Webseiten,
die dem Autor wenig Rückmeldung geben und dem Lesenden die Möglichkeit
der Kommunikation rauben.

° Was beschäftigt dich zurzeit am meisten?
Im Normalfall ist das der Job und die Familie. Wobei die Familie ein
Grund für den Job ist und es mit min. 9h am Tag das Zentrum meines
Tuns ausmacht. Aktuell verwende ich aber sehr viel Zeit, vor allem die
Nacht, in das Schreiben eines Nachfolgewerkes meines Buches zum Thema
WordPress(wordpressbuch.de). Tagtäglich habe ich neue Idee und teste
etwas, was ich dann festhalte und eventuell in das Buch bringe.
Unterstützt werde ich dieses mal von einem Kenner im Bereich
Webeentwicklung und WordPress: Thomas Boley (wildbits.de).
Allerdings sind die Gedanken immer beim Hobby: Klettern und Bergsteigen.

Vielen Dank für das nette Gespräch!