In Balde können Autos evtl. auch ohne Fahrer von A nach B kommen.
In Victorville, einer ausgedienten Militärbasis in der kalifornischen Wüste lieferten sich elf computergesteuerte Fahrzeuge ein bemerkenswertes Software – Rennen: Ohne menschliche Hilfe sollten die Roboter durch einen Stadtkurs kurven. Fast die Hälfte scheiterte, zwei Wagen rammten Häuser. Zu gewinnen gab es 3,5 Millionen US-Dollar in diesem 21 Millionen US-Dollar teuren Event.
Bis zu 40 Rechner steckten in manchen Wagen und um deren Strombedarf zu decken, wurden Spezial-Generatoren eingebaut. Zusätzliche Klimaanlagen kämpften gegen den ständig drohenden Hitzetod der Elektronik an.
Die Fahrzeuge orientierten sich anhand von Abstandsradars, Kameras, Lasermessgeräten und sogenannten Velodyne-Rundum-Laserscannern (der für Rundumsicht sorgt).
Die Auslese war hart, von den 89 Anmeldungen blieben am Ende nur 11 Finalisten im Rennen. Zwei der elf Teams kamen aus Deutschland und zwei weitere wurden von deutschen Forschern und deutscher Technologie dominiert.
Sowohl das Team AnniWay aus Karlsruhe als auch das Team Carolo von der TU Braunschweig scheiterten an der ersten von insgesamt drei Missionen. Deren Mitglieder allerdings waren hochzufrieden damit, es trotz knapper finanzieller Ressourcen bis in das Finale geschafft zu haben.
Dass die Challenge dazu dienen soll, notwendige Technologien für unbemannte Einsätze zu entwickeln, lässt die Mitglieder darüber hinweg sehen, dass die Urban Challenge von der Darpa (US-Militärforschungsbehörde) ausgerichtet wird. “Ein gerettetes Leben ist ein gerettetes Leben”, sagt Sebastian Thrun, deutscher Teamleiter des Stanford Racing Teams.